Polizei Hamm sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer

Die Polizei Hamm sucht nach einer Verfolgungsfahrt am Mittwochmorgen, 28. Oktober, weitere gefährdete Verkehrsteilnehmer. Ein 45-jähriger Mercedes-Fahrer hatte sich einer Verkehrskontrolle entzogen und war mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geflüchtet.
Gegen 7.20 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung auf der Hafenstraße ein schwarzer Mercedes auf. Das Auto fuhr Schlangenlinien und missachtete eine Straßensperrung. Der Fahrer ignorierte die Anhaltesignale der Polizei und bog mit überhöhter Geschwindigkeit in die Chemnitzer Straße ab. Während der Flucht überfuhr er zweimal eine rote Ampel, führte gefährliche Überholmanöver durch und geriet wiederholt in den Gegenverkehr. In einer Tempo-30-Zone beschleunigte er zeitweise auf mehr als 100 Kilometer pro Stunde.
Von der Kamener Straße bog der Fahrer in die Straße „Zum Bergwerk“ ab. Dabei überfuhr er eine Mittelinsel und beschädigte die Reifen des Autos. Am Ende des Gehwegs am Herringer Bach hielt er an und flüchtete zu Fuß entlang der Kamener Straße nach Norden. Der ungesicherte Mercedes rollte anschließend selbstständig auf die Fahrbahn. Der 45-Jährige lief weiter in ein Waldgebiet. Dort holten ihn die nachfolgenden Beamten ein, brachten ihn unmittelbar zu Boden und fixierten ihn.
Vor Ort ergaben sich laut Polizei Hinweise auf möglichen Alkohol- und Drogenkonsum. Ein Arzt entnahm dem Mann auf der Polizeiwache eine Blutprobe. Der 45-Jährige hatte keinen festen Wohnsitz und besaß keine Fahrerlaubnis. Die Polizei stellte den Mercedes und mehrere darin gefundene Mobiltelefone sicher.
Als gefährdet nennt die Polizei einen E-Scooter-Fahrer auf der Viktoriastraße, den Fahrer eines grauen VW im Bereich Radbodstraße/Wilhelmstraße, den Fahrer eines weißen Hyundai auf der Kamener Straße sowie den Fahrer eines grauen Lastwagens in der Straße „Zum Bergwerk“. Auch weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mercedes-Fahrers gefährdet wurden, werden gebeten, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei Hamm unter der Telefonnummer 02381/916-5581 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Für die Ermittlungen können auch Dashcam-Aufnahmen hilfreich sein.