Efferen plant weniger Durchgangsverkehr im Ortskern

Der Planungsausschuss hat ein Verkehrskonzept für Efferen beschlossen. Ein Verkehrsversuch soll den Durchgangsverkehr im Ortskern laut Berechnungen um bis zu 84 Prozent verringern.

Von Hürths Redaktion1 Min. Lesezeit

Der Planungsausschuss hat ein Verkehrskonzept für Efferen beschlossen. Kernstück ist ein zunächst auf maximal eineinhalb Jahre angelegter Verkehrsversuch, der den Durchgangsverkehr aus dem Ortskern heraushalten soll. Nach Berechnungen des beauftragten Planungsbüros könnte der Verkehr im Zentrum dadurch um bis zu 84 Prozent sinken.

Der Versuch soll voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2027 beginnen. Dann soll das Linksabbiegen von der Berrenrather Straße in die Bachstraße nicht mehr möglich sein. Außerdem wird die Krankenhausstraße zwischen „In den Höhnen“ und Drafweg zur Einbahnstraße in Richtung Hermülheim. Radfahrende dürfen sie weiterhin in beide Richtungen nutzen. Der Verkehr soll weitgehend auf die Ortsumfahrung K2 verlagert werden.

Auswertung nach etwa einem Jahr

Nach rund einem Jahr ist eine umfassende Verkehrszählung vorgesehen. Anschließend soll der Ausschuss über eine dauerhafte Umsetzung entscheiden.

Auch in der Beselerstraße sind Änderungen geplant: Einzelne Parkstände sollen entfallen, außerdem sind gezielte Halteverbote vorgesehen. So sollen zusätzliche Ausweichmöglichkeiten für den Begegnungsverkehr entstehen. Untersuchte Einbahnstraßenlösungen wurden verworfen, weil sie Verkehr in andere Wohnstraßen verlagern oder die bereits stark belastete Kaulardstraße zusätzlich belasten könnten.

Einbahnstraße an den Grundschulen soll bleiben

Der abgeschlossene Verkehrsversuch im Bereich der beiden Grundschulen „Im Wiesengrund“ habe sich bewährt. Die Einbahnstraßenregelung in der Orsbeckstraße soll deshalb dauerhaft eingerichtet werden. Ergänzend ist vor den Häusern Kochstraße 16 und 18 ein Halteverbot vorgesehen, um das Abbiegen sicherer zu machen. Die Elternhaltestellen sollen bestehen bleiben; ausgenommen ist der Standort in der Bahnstraße.

Das Verkehrskonzept entstand über mehrere Jahre unter Beteiligung der Bürgerschaft und einer politischen Steuerungsgruppe. Insgesamt wurden 18 Varianten zur Verringerung des Durchgangsverkehrs untersucht. Die nun beschlossene Lösung wurde nach einer öffentlichen Beteiligung entwickelt.

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