Hürth weiht neue Peremyschljanystraße ein
Ein Zeichen für Freundschaft und Solidarität mit der ukrainischen Partnerstadt Peremyschljany

Mit der feierlichen Enthüllung eines Straßenschildes hat die Stadt Hürth die neue Peremyschljanystraße offiziell eingeweiht. Damit setzt die Stadt nach eigenen Angaben ein dauerhaftes Zeichen für Freundschaft und Solidarität mit ihrer ukrainischen Partnerstadt Peremyschljany.
Bei der Enthüllung waren Bürgermeister Dirk Breuer, sein ukrainischer Amtskollege Oleksandr Zozulya sowie die Bürgermeister der Partnerstädte Skawina und Nissewaard anwesend. Mit dem neuen Straßennamen soll sichtbar werden, dass nicht die Entfernung zwischen Hürth und Peremyschljany entscheidend ist, sondern die Verbindung zwischen den Menschen beider Städte.
Zeichen der Verbundenheit
Hürth und Peremyschljany liegen rund 1.500 Kilometer voneinander entfernt. Bürgermeister Dirk Breuer sagte bei der Einweihung, das Schild bringe die Partnerschaft und die Verbundenheit mit den Menschen in Peremyschljany zum Ausdruck. Er verwies dabei auf das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“, dessen Text auf einen traditionellen irischen Reisesegen zurückgeht.
Oleksandr Zozulya betonte, der Krieg habe gezeigt, wie wertvoll echte Freundschaft sei. Er sagte, die Menschen in Peremyschljany wüssten, dass sie in Hürth Menschen an ihrer Seite hätten, die sie auch in schweren Zeiten nicht alleinließen.
Hilfe seit Beginn der Vollinvasion
Seit Beginn der russischen Vollinvasion ist aus der Städtefreundschaft nach Angaben der Stadt konkrete Hilfe geworden. Hürth unterstützt Peremyschljany unter anderem mit Sach- und Geldspenden, medizinischem Bedarf, Generatoren und kommunalen Fahrzeugen. Auch persönliche Begegnungen und der Austausch zwischen den Verwaltungen sollen den Kontakt lebendig halten.
Bei der Enthüllung waren zudem Norbert Rzepisko, Bürgermeister der Stadt Skawina, und Cor Lamers, Bürgermeister der Stadt Nissewaard, anwesend. Mit Skawina ist Hürth seit 30 Jahren partnerschaftlich verbunden. Nissewaard, ehemals Spijkenisse, blickt in diesem Jahr auf 60 Jahre Städtepartnerschaft mit Hürth zurück.
Von der Begegnung zur Partnerschaft
Die Verbindung mit Peremyschljany begann 2018 bei einer Begegnung in Hürths polnischer Partnerstadt Skawina. Noch im selben Jahr besuchte der ukrainische Bürgermeister Hürth. 2019 reiste erstmals eine Hürther Delegation nach Peremyschljany. Im Oktober 2021 wurde die Städtepartnerschaft zunächst in Hürth und wenig später auch in Peremyschljany offiziell besiegelt. Gemeinsam mit Skawina entstand damit nach Angaben der Stadt ein besonderes europäisches Netzwerk.
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