Hürther Heimatpreise gehen an drei Ehrenamtsprojekte
Beim Erntedankempfang der Stadt Hürth sind die Heimatpreise 2026 an drei Preisträger vergeben worden. Die Auszeichnungen würdigen ehrenamtliches Engagement, das das Leben in der Stadt prägt. Insgesamt wurden 5.000 Euro Preisgeld verliehen; die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert die Preisgelder. Die Vorschläge kamen von Hürther Bürgerinnen und Bürgern.
Drei Auszeichnungen für Engagement in Hürth
Der mit 2.500 Euro verbundene erste Preis ging an die KG Blau-Weiß Fischenich, die mit dem Sessionsauftakt ihr 70-jähriges Jubiläum begeht. Bürgermeister Dirk Breuer verwies auf die Rolle des Vereins über den Karneval hinaus: Blasorchester, Tanzabteilung, Jugendarbeit und ehrenamtliches Wirken stärkten den Zusammenhalt und das kulturelle Leben.
Den zweiten Preis und 1.500 Euro erhielt der Gleueler Brunnenverein. Er wurde 2000 gegründet, um zunächst die Finanzierung des Märchenbrunnens auf dem Jakob-Eßer-Platz zu ermöglichen. Der von Bonifatius Stirnberg entworfene Brunnen wurde elf Jahre später eingeweiht. Der Verein prägt nach Angaben der Stadt bis heute mit vielfältigen Aktivitäten das Ortsbild und fördert das Miteinander in Gleuel.
Der dritte Preis war mit 1.000 Euro dotiert und ging an Dr. Rolf Meier von Agenda Hürth. Als Vereinsvorsitzender setzt er sich für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ein. Zu den Projekten der Agenda Hürth zählen die Förderung von Naturgärten und Biodiversität, ein Bürgergarten, geführte Stadtteilwanderungen und Umweltbildungsangebote für Kinder.
Rückblick auf das vergangene Jahr
Der Empfang bot Gelegenheit, auf das vergangene Jahr und aktuelle Vorhaben in Hürth zurückzublicken. Bürgermeister Dirk Breuer sagte: „Auch wenn die Zeiten schwierig sind: Wer ernten will, muss säen. Unsere Investitionen heute sind das Saatgut für das Hürth von morgen. Deshalb wollen wir weiter in unsere Stadt investieren und gemeinsam daran arbeiten, dass Hürth ein guter Ort zum Leben bleibt. Das zeigt sich ganz konkret: Wir investieren in neue Orte für Sport und Freizeit wie den Stadionpark, in unsere Schulen und deren digitale Ausstattung sowie in die Erneuerung unserer Infrastruktur – etwa mit der Neugestaltung der Alt-Hürther Ortsmitte.“
Ein Filmbeitrag zeigte Ereignisse und Projekte der vergangenen zwölf Monate. Rund 400 geladene Gäste kamen im mit Dreschflegeln, Heuballen und Kürbissen gestalteten Römersaal zusammen. Für das Programm sorgten unter anderem die EMG-Schulband unter der Leitung von Annette Brink, das Klezmer-Ensemble „Maim Haim“ der Josef-Metternich-Musikschule sowie ein Poetry-Slam von Melika Heider Panah und Lea Heinzerling, beide Schülerinnen des Ernst-Mach-Gymnasiums. Ihre Texte beschäftigten sich mit dem Thema „Heimat“.