Ausstellung zur europäischen Erinnerungskultur im Kreishaus Detmold

Die Wanderausstellung „Europa, der Krieg und ich“ ist im Kreishaus in Detmold eröffnet worden. Sie zeichnet die Entwicklung der Erinnerungskultur in Europa über mehr als ein Jahrhundert nach – von den Anfängen der Kriegsgräberfürsorge im späten 19. Jahrhundert bis zu heutigen gemeinsamen Formen des Gedenkens.
An 21 inhaltlichen Schwerpunkten behandelt die Ausstellung unter anderem die Gründungsphase des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach dem Ersten Weltkrieg, die Suche nach Kriegstoten, die Rolle des Verbandes im Nationalsozialismus und den Neubeginn nach 1945. Auch die heutige historisch-politische Jugend- und Bildungsarbeit wird vorgestellt.
Die Ausstellung kann bis Ende 2026 zu den regulären Öffnungszeiten des Kreishauses besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Weitere Hintergrundinformationen bietet volksbund.de.
Landrat Meinolf Haase sagte bei der Eröffnung: „Die Gegenwart zeigt eindringlich, dass ein friedliches und freies Miteinander in Europa keine Selbstverständlichkeit ist. Die Ausstellung schärft das Bewusstsein für Völkerverständigung und regt Menschen zum Dialog an. Besonders für junge Menschen bietet sie eine wichtige Brücke, um historische Lehren zu verstehen und sich aktiv für eine friedliche Zukunft einzusetzen.“