Neuer Kreisbauhof Westerholz vor dem Einzug

Kreis Lippe zieht im Oktober mit neuem Bauhof in Westerholz ein: Straßenbetriebsdienst wird zentralisiert, Bauzeit endet nach rund einem Jahr.

Von Kreis Lippe2 Min. Lesezeit
Außenansicht des Kreisbauhofs „Westerholz“ in Blomberg.

Foto: Kreis Lippe

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Der Kreis Lippe steht kurz vor dem Einzug in seinen neuen Bauhof im Blomberger Gewerbegebiet Westerholz. Nach gut einem Jahr Bauzeit soll der Standort demnächst fertig werden, der endgültige Umzug ist für Oktober vorgesehen.

Mit dem neuen Bauhof wird der Straßenbetriebsdienst im Kreis neu organisiert. Westerholz übernimmt künftig Aufgaben für Blomberg, Schlangen, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg, Lügde, Barntrup und Extertal. Er ersetzt die bisherigen Standorte in Wilbasen, Extertal und Hummersen.

Weniger Standorte, neue Zuständigkeiten

Nach Angaben des Kreises soll die Zentralisierung die Abläufe im Betriebsdienst verbessern. Zugleich werden Einsparungen von mehr als 100.000 Euro pro Jahr erwartet. Künftig wird die Arbeit des Eigenbetriebs Straßen von nur noch zwei Standorten aus organisiert: Lemgo-Lieme bleibt für den Nord-/Westbezirk zuständig, Westerholz für den Süd-/Ostbezirk.

Hintergrund der Neuordnung sind laut Kreis unter anderem sanierungsbedürftige Gebäude und Fragen der Personalausstattung an den bisherigen Bauhöfen.

So ist der neue Bauhof ausgestattet

Das Grundstück in Westerholz wurde Ende 2023 erworben. Entstanden sind dort zwei Fahrzeughallen mit einer Fläche von rund 1.900 Quadratmetern sowie ein eingeschossiges Verwaltungsgebäude mit rund 350 Quadratmetern.

An die Großfahrzeughalle auf der Ostseite schließen sich eine Lagerhalle, ein Waschplatz und eine Salzhalle an. Auf der Westseite liegt die Kleinfahrzeughalle.

Im Verwaltungsgebäude gibt es Büroräume, einen Besprechungs- und Sozialraum, Toiletten, Duschen, Umkleiden, Trockenräume sowie ein Materiallager.

Energie und Wassertechnik

Der Neubau wurde in Passivhausstandardbauweise errichtet. Beheizt wird das Gebäude mit Luftwärmepumpentechnik. Ein Großteil des dafür benötigten Stroms soll aus den installierten Photovoltaikanlagen kommen.

Auch beim Umgang mit Regenwasser setzt der Kreis auf eine technische Lösung: Das Niederschlagswasser der Dachflächen wird in Zisternen mit einem Fassungsvermögen von etwa 40.000 Litern gesammelt. Genutzt werden soll es im Sommer zur Baumbewässerung und im Winter zur Herstellung von Sole für den Winterdienst.

Was aus den bisherigen Standorten wird

Vom bisherigen Standort in Wilbasen soll künftig nur noch die Salzhalle genutzt werden. Die Außenstelle im Extertal wurde an die Gemeinde verkauft. Für die angemietete Außenstelle in Hummersen wurde der Mietvertrag für den Verwaltungstrakt aufgehoben.

Bereits in der Wintersaison 2026/2027 sollen einige Bezirke vom neuen Standort Westerholz aus bedient werden.

Förderung und Bauablauf

Nach Angaben des Kreises verlief die Realisierung des Neubaus weitgehend nach Plan. Das Budget sei eingehalten worden. Die Baukosten werden demnach über das NRW-Infrastrukturgesetz aus Mitteln des Sondervermögens des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität gefördert.

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