Ausschüsse beraten Entwicklung des ehemaligen Trabrennbahngeländes in Dinslaken

Mehrere Optionen für die weitere Vorgehensweise bei der Stadtplanung rund um rund 700 bis 800 Wohneinheiten

Ausschüsse beraten Entwicklung des ehemaligen Trabrennbahngeländes in Dinslaken
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Am 31. August und am 1. September 2026 befassen sich mehrere Ausschüsse und anschließend der Rat der Stadt Dinslaken mit der Entwicklung des ehemaligen Trabrennbahngeländes. Die Stadtverwaltung will damit nach eigenen Angaben einen Planungsstillstand verhindern und die weitere Entwicklung des neuen Stadtquartiers vorantreiben.

Auf dem Gelände sollen künftig rund 700 bis 800 Wohneinheiten entstehen. Nach Angaben der Stadt ist dies die wichtigste und prägendste Maßnahme der Stadtentwicklung in Dinslaken. Grundlage der bisherigen Planung ist der Regionalplan Ruhr, der allerdings kürzlich vom Oberverwaltungsgericht NRW für unwirksam erklärt worden ist. Ob die Nichtzulassungsbeschwerde des RVR gegen dieses Urteil Erfolg hat, sei derzeit nicht einschätzbar, teilte die Stadt mit.

Sowohl der RVR als auch die Bezirksregierung Düsseldorf geben laut Mitteilung an, dass der Regionalplan Ruhr so lange Anwendung findet, bis das Urteil gegebenenfalls rechtskräftig würde. Sollte dies eintreten, würde der alte Gebietsentwicklungsplan aus dem Jahr 1999 wieder in Kraft treten. Dieser sehe die Trabrennbahn jedoch nicht als Siedlungsbereich vor.

Vorschläge der Verwaltung

Die Stadtverwaltung hat zwei Vorschläge für die Politik vorbereitet, um handlungsfähig zu bleiben. Zum einen soll der Rat die Flächennutzungsplanänderung auf Grundlage des noch gültigen Regionalplans Ruhr verabschieden. Diese Änderung müsste anschließend von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt werden. Der geänderte Flächennutzungsplan wäre danach die Grundlage für weitere Bebauungsplanverfahren in diesem Bereich.

Zum anderen will die Stadt eine Alternative für den Fall vorbereiten, dass der Regionalplan ungültig würde. Vorgeschlagen wird dazu, ein Zielabweichungsverfahren für den GEP 99 anzustoßen. Bei einem entsprechenden Ratsbeschluss könnte die Verwaltung nach eigenen Angaben bereits jetzt mit der Vorbereitung eines solchen Antrags beginnen und ihn unmittelbar stellen, wenn der Regionalplan ungültig würde.

Termine der Sitzungen

Der Ausschuss für Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz tagt am Montag, 31.08.2026, um 17 Uhr im Saal Agen des Rathauses.

Der Haupt- und Finanzausschuss kommt am Dienstag, 01.09.2026, um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses zusammen. Im Anschluss, um 17:15 Uhr, tagt dort auch der Rat.

Die Sitzungen sind öffentlich. Tagesordnungen und Unterlagen zu Ausschuss- und Ratssitzungen sind grundsätzlich online im Ratsinformationssystem abrufbar: https://ris.dinslaken.de/

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