Tönisen Bedachung richtet eigene Werkstatt für Dachdecker-Azubis ein
Eine eigene Ausbildungswerkstatt soll den Auszubildenden bei Tönisen Bedachung praktische Erfahrungen mit unterschiedlichen Dachformen und Arbeitstechniken ermöglichen. Das Gocher Unternehmen hat Bürgermeister Stephan Luyven bei einem Besuch in Kessel Einblick in den Betrieb und die Ausbildung gegeben.
Weil Tönisen überwiegend im Industrie- und Hallenbau tätig ist, arbeiten die Auszubildenden im betrieblichen Alltag häufig an Flachdächern. Für den Dachdeckerberuf sind jedoch auch Kenntnisse etwa beim Eindecken klassischer Steildächer erforderlich. In der Werkstatt können die Nachwuchskräfte solche Techniken gezielt üben – unabhängig von der Wetterlage und den gerade laufenden Baustellen.
Bei dem Rundgang informierte sich Luyven, der zugleich Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Goch ist, gemeinsam mit WFG-Mitarbeiterin Annika Cleve über die Abläufe und Herausforderungen des Betriebs. Tönisen Bedachung ist nach Angaben des Unternehmens seit 1958 in der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik tätig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bundesweit und auch im Ausland im Einsatz.
Geschäftsführer Hendrik Tönisen sprach zudem über Schwierigkeiten bei Materiallieferungen. Verzögerungen und Ausfälle erschwerten die Planung der überregional koordinierten Baustellen. Als Gründe nannte das Unternehmen wirtschaftliche Probleme bei Speditionen und gestiegene Kosten. Auch umfangreichere Berichtspflichten und Dokumentationsanforderungen, besonders im Bereich Nachhaltigkeit und ESG-Berichterstattung, bedeuteten zusätzlichen organisatorischen Aufwand.