Radevormwald hisst ab 1. November dauerhaft drei Flaggen vor dem Rathaus

Vor dem Rathaus in Radevormwald sollen ab dem 1. November 2026 dauerhaft die Flaggen Deutschlands, Nordrhein-Westfalens und der Stadt wehen. Die Stadt will damit ein sichtbares Zeichen für demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und einen offenen Nationalstolz setzen.
Die deutsche Flagge steht nach Auffassung der Stadt für „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Zugleich werde sie in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend auch von Gruppierungen genutzt, deren politische Vorstellungen nicht mit einer offenen und vielfältigen Gesellschaft vereinbar seien. Radevormwald wolle dem entgegenwirken und die Nationalflagge als Symbol der demokratischen Gemeinschaft sichtbar machen.
Ein Impuls für die Idee war laut Mitteilung eine Aussage von Bundestrainer Jürgen Klopp. Bei der Vorstellung seines ersten Kaders der deutschen Fußball-Nationalmannschaft plädierte er dafür, die deutsche Flagge zurückzugewinnen: „Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen, wenn ich ganz ehrlich bin“. Klopp machte demnach deutlich, dass Nationalstolz und eine offene, vielfältige und mitfühlende Gesellschaft kein Widerspruch sein müssen.
Auch Bürgermeister Dejan Vujinovic betonte, dass Verbundenheit mit dem Land und ein respektvolles Miteinander zusammengehören. „Die deutsche Flagge gehört zu unserer Demokratie und zu unserem Land. Sie steht für Einigkeit und Recht und Freiheit. Wir sollten sie nicht denjenigen überlassen, die sie für ihre eigenen Zwecke vereinnahmen. Wir können stolz auf unser Land sein und gleichzeitig offen, vielfältig und respektvoll miteinander umgehen. Genau dafür möchten wir mit den Flaggen vor unserem Rathaus ein sichtbares Zeichen setzen“, erklärte er.
Die drei Flaggen sollen für die Verbundenheit mit Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster, Nordrhein-Westfalen und Radevormwald stehen. Die Stadt will damit nach eigenen Angaben zeigen, dass demokratische Werte Menschen verbinden und ein Zusammenleben ermöglichen, in dem unterschiedliche Herkunft und Lebensentwürfe kein Gegensatz zu gemeinsamer Zugehörigkeit sind.