Kommunen fordern mehr Einsparungen im Kreishaushalt 2027

Die elf Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld fordern für den Kreishaushalt 2027 konkrete Einsparungen, um steigende Umlagezahlungen zu begrenzen.

Von Olfens Redaktion1 Min. Lesezeit
Taschenrechner und neutrale Unterlagen auf einem Schreibtisch. KI-Symbolbild.

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Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der elf Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld fordern für den Kreishaushalt 2027 weitere konkrete Einsparungen. Die Konsolidierungsbemühungen sollen nach ihrer Vorstellung die Kreisumlage spürbar begrenzen und die kommunalen Haushalte tatsächlich entlasten.

Für 2026 rechnen die Kommunen zusammen mit einem Defizit von rund 52 Millionen Euro. Gleichzeitig seien ihre liquiden Mittel erheblich zurückgegangen und die Kreditbelastung deutlich gestiegen. In einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Zusammenarbeit mit dem Kreis, darunter die Haushaltskommission und den gemeinsamen „Letter of Intent“. Die bisherigen Vereinbarungen müssten nun in messbare Einsparmaßnahmen mit klaren Zuständigkeiten und verbindlichen Zeitplänen münden.

Fünf Bereiche für Einsparungen

Die Kommunen wollen den Personalaufwuchs begrenzen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sollen Verwaltungsabläufe effizienter machen und zusätzliche Stellen vermeiden. Beim Klimaschutzmanagement setzen sie auf mehr interkommunale Zusammenarbeit, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien zu nutzen. Integrationsaufgaben sollen stärker unmittelbar in den Städten und Gemeinden wahrgenommen werden.

Zudem sollen die Finanzanlagen des Kreises darauf geprüft werden, ob stille Reserven und mögliche Verkaufserlöse zur Entlastung des Kreishaushalts beitragen können. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erneuern außerdem ihre Forderung nach einem freiwilligen Haushaltssicherungskonzept. Es soll politisch getragen sein, konkrete Maßnahmen und Zeitpläne enthalten und regelmäßig auf den Erfolg überprüft werden.

Kritisch sehen die Kommunen die für die kommenden Jahre vorgesehenen Steigerungen der Umlagezahlungen. In der geplanten Höhe seien diese für die Städte und Gemeinden nicht tragbar. Sämtliche rechtlich zulässigen und wirtschaftlich sinnvollen Einsparmöglichkeiten sollten deshalb bereits im Kreishaushalt 2027 berücksichtigt werden. Zugleich erklären die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, den gemeinsamen Weg mit dem Kreis konstruktiv fortsetzen zu wollen.

Rückblick

Bereits am 11. November 2025 berichteten wir über die Forderung der Städte und Gemeinden nach einem freiwilligen Haushaltssicherungskonzept. Zum früheren Bericht über das geplante Konzeptexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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