Kreis Coesfeld beklebt Restmülltonnen mit Warnhinweisen zu Batterien

Im Kreis Coesfeld werden bestehende Restmülltonnen schrittweise mit Aufklebern versehen. Sie sollen auf die Brandgefahr durch falsch entsorgte Batterien und Akkus aufmerksam machen und für deren richtige Entsorgung sensibilisieren. Auch neu ausgelieferte Tonnen erhalten künftig einen Hinweis.
Batterien gehören weder in Tonnen noch in die Umwelt
Beschädigte oder defekte Batterien und Akkus können sich entzünden, wenn sie im Restmüll beim Pressen in Müllfahrzeugen oder bei der Verarbeitung in Entsorgungsanlagen beschädigt werden. Daraus entstehende Brände gefährden Menschen und können Fahrzeuge sowie Anlagen erheblich beschädigen. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft dokumentierte nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld im vergangenen Jahr 120 Brände, deren Ursache falsch entsorgte Batterien und Lithium-Ionen-Akkus waren.
Batterien und Akkus dürfen weder in den Restmüll noch in andere Tonnen oder in die Umwelt gelangen. Sie können zudem umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Eine getrennte Sammlung ermöglicht außerdem, Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan, Kupfer, Eisen und Aluminium zurückzugewinnen. Im Restmüll gehen diese Stoffe bei der Verbrennung für eine weitere Nutzung verloren.
Rückgabe bei Verkaufsstellen und Wertstoffhöfen
Gerätebatterien und kleinere Akkus können kostenlos dort zurückgegeben werden, wo sie verkauft werden, etwa in Supermärkten, Drogerien, Baumärkten und Elektrogeschäften. Auch die Wertstoffhöfe im Kreis Coesfeld nehmen kleine und größere Altbatterien und Akkus an.
Beschädigte, aufgeblähte oder ausgelaufene Lithium-Akkus sollten besonders vorsichtig behandelt werden. Sie können an den Wertstoffhöfen in Coesfeld und Dülmen abgegeben werden. Dort gibt es nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen für Annahme und Lagerung.