Bildungskommune Mönchengladbach: BNE in Alltag und Lernorten verankern

Mönchengladbach zieht Zwischenbilanz zur „Bildungskommune“: BNE wird in Kitas und Schulen verankert, neue Angebote folgen bis 2027.

Von Presse-Service.de2 Min. Lesezeit

Seit Oktober 2023 arbeiten der Fachbereich Schule und Sport sowie der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie gemeinsam im Projekt „Bildungskommune Mönchengladbach“ daran, Bildungsangebote besser aufeinander abzustimmen und Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker im Alltag zu verankern. Die Stadt hat nun eine Zwischenbilanz gezogen und richtet den Blick zugleich auf weitere Angebote bis Ende 2027.

Zwei Schwerpunkte des Projekts

Im Zentrum des Vorhabens stehen zwei Ziele: Die Stadt nutzt Daten, um Bildungsbedarfe besser zu erkennen und Angebote gezielter weiterzuentwickeln. Zugleich soll Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, stärker in Kitas, Schulen und anderen Lernorten verankert werden.

BNE verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen. In Mönchengladbach gehören dazu unter anderem Mobilität, Klimafolgen, Energieversorgung, soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Bildungsangebote sollen diese Zusammenhänge verständlich machen und Möglichkeiten aufzeigen, Veränderungen mitzugestalten.

Bereits umgesetzte Projekte

In den vergangenen drei Jahren sind nach Angaben der Stadt zahlreiche konkrete Angebote und Projekte entstanden. Dazu zählen die Ausstellung „Wir2030“ und die Veranstaltung „Beats, Bowls & Bananas“, die Themen nachhaltiger Entwicklung aufgegriffen haben. Ein BNE-Monitoring für Schulen und Kitas verschafft zudem einen Überblick über bestehende Angebote und Bedarfe.

Weitere Projekte setzen direkt im Alltag von Kindern, Jugendlichen und Familien an. Genannt werden das gesunde Frühstücksangebot von brotZeit und das Projekt KloMotion zur Verbesserung von Schulsanitäranlagen. In Familienzentren wurden Gesundheitsteams eingeführt. Das Kita-Apfel-Projekt verbindet Natur- und Ernährungsbildung. Mit dem GemeinschaftsAcker Neuwerk ist außerdem ein außerschulischer grüner Lernort entstanden.

Auch pädagogische Fachkräfte werden einbezogen. Die Praxiswerkstatt Nachhaltige Bildung bietet ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und neue Ansätze für die eigene Arbeit kennenzulernen.

Weitere Angebote bis Ende 2027

Bis zum Ende des Förderzeitraums sollen weitere Themen hinzukommen. Ein Schwerpunkt sind neue BNE-Angebote für den Ganztag. Für 2027 sind außerdem BNE-Ferienspiele geplant.

Stärker in den Blick rücken sollen außerdem die unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen in Mönchengladbach. Geplant sind weitere Bildungsangebote und Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. Damit sollen Bildungsbeteiligung und Chancengerechtigkeit gestärkt werden.

Einordnung in städtische und landesweite Strategien

Die Bildungskommune knüpft laut Stadt direkt an die Gesamtstrategie 2026 bis 2030 an. Sie unterstützt insbesondere das Ziel, Bildungserfolge und Chancengerechtigkeit zu verbessern und die Bildungslandschaft verlässlich zu vernetzen. Der Schwerpunkt BNE greift zugleich die strategischen Ziele zu Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz auf. Der datenbasierte Ansatz des Projekts entspricht zudem dem Grundsatz der Gesamtstrategie, Entscheidungen stärker auf Daten und Wirkung auszurichten.

Darüber hinaus orientiert sich das Projekt an der Landesstrategie „BNE in NRW“ für die Jahre 2024 bis 2030. Ziel dieser Strategie ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung dauerhaft in den verschiedenen Bildungsbereichen zu verankern.

Weitere Informationen

Einen ausführlichen Überblick über die bisherigen und laufenden Aktivitäten bietet der Bericht „Gemeinsam Bildung nachhaltig gestalten – Bildungskommune Mönchengladbach“. Er ist auf der Website des Regionalen Bildungsbüros unter Publikationen abrufbar: https://stadt.mg/bildungskommune

Das Projekt Bildungskommune Mönchengladbach wird im Rahmen des ESF Plus-Förderprogramms „Bildungskommune“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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