Endlagersuche: Region um Ahaus nicht mehr in den geprüften Gebieten
Die Region westliches Münsterland liegt nach dem aktuellen Arbeitsstand der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht mehr in einem der Gebiete, die für ein mögliches Endlager weiter untersucht werden. Die BGE hatte ihre bundesweiten Untersuchungsflächen am 27. Oktober auf weniger als fünf Prozent des Bundesgebiets reduziert.
Im Vorjahr hatten die potenziellen Gebiete noch rund 25 Prozent der Fläche Deutschlands umfasst. Nach Angaben der BGE befinden sich nun 36 Teilgebiete in der vorläufigen Sicherheitsuntersuchung. Die weiter betrachteten Gebiete liegen in Süd- und Ostdeutschland sowie im Norden und Nordwesten.
Die Stadt Ahaus, in der ein Zwischenlager liegt, begrüßte den aktuellen Schritt. Erster Beigeordneter Manuel Benning sagte: „Die Suche nach dem bestmöglichen Endlager-Standort muss konzentriert vorangetrieben werden. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen bei der Entsorgung hochradioaktiver Abfälle und der langfristigen Perspektiven muss aber auch die Verantwortung für die Zwischenlagerung als nationale Gesamtverantwortung verstanden werden.“
Die BGE will bis Ende 2027 konkrete Standortregionen für die übertägige Erkundung benennen und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zur Prüfung vorlegen. Welche Regionen anschließend erkundet werden, entscheidet abschließend der Gesetzgeber.
Der aktuelle Arbeitsstand ist im BGE-Endlagersuche-Navigatorexterner Link, öffnet ein neues Fenster öffentlich abrufbar.