Heinrich Holters will den Vorsitz des Alstätter Heimatvereins abgeben

Heinrich Holters engagiert sich seit 31 Jahren für den Heimatverein Alstätte. Im kommenden Jahr soll ein junges Team den Vorsitz übernehmen.

Von Presse-Service.de2 Min. Lesezeit
Europaflagge mit zwölf Sternen und neutrale Bürogegenstände. KI-Symbolbild.

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Seit Jahrzehnten setzt sich Heinrich Holters für die Geschichte und das Dorfleben in Alstätte ein. Im kommenden Jahr möchte der 69-Jährige den Vorsitz des Heimatvereins in jüngere Hände geben. Ein junges Team steht bereits als Nachfolge bereit.

Holters engagiert sich seit 31 Jahren als Vorsitzender. Sein ehrenamtlicher Weg begann in der Landjugend, wo er von 1973 bis 1976 Kassierer war. Anfang der 1990er-Jahre wechselte er zum Heimatverein und übernahm mit 38 Jahren die Leitung. Damals war er nach Angaben der Stadt Ahaus der jüngste Vorsitzende im Kreis Borken. „Das ist so eine innere Triebfeder bei mir“, sagt Holters über seine Motivation.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist, die Identität und die dörfliche Struktur Alstättes zu erhalten. Der Heimatverein betreibt Archivarbeit und arbeitet die Ortsgeschichte auf. Zum Dorfleben gehören außerdem ein Jahreskalender und das seit 1984 viermal jährlich erscheinende „Alstätter Familienblatt“. Auch digitale Wege nutzt der Verein: Die WhatsApp-Gruppe für Alstätte zählt inzwischen rund 1.200 Follower.

Zu den wichtigen Vorhaben zählen das Heimathaus und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnern aus Haaksbergen, Enschede und Buurse. Aus der Kooperation gingen unter anderem der Hessenweg, die Grenzsteinroute und kleinere Denkmäler hervor. Heute widmet sich Holters verstärkt der Archivarbeit und arbeitet dabei eng mit der Stadt Ahaus zusammen.

Besonders eindrücklich war für Holters ein Treffen im Jahr 2000. Der Heimatverein hatte eine amerikanische Flugzeugbesatzung eingeladen, deren Bomber 1943 in der Region in Not geraten war. Dabei trafen ehemalige Besatzungsmitglieder auf Zeitzeugen aus Alstätte. Holters’ Mutter erkannte einen der Amerikaner wieder: Als 16-Jährige hatte sie ihn auf einem Feld getroffen. Weil sich die beiden nicht verständigen konnten, übersetzte ihr Sohn. „Das war sehr spannend und eine bewegende Geschichte“, erinnert sich Holters.

Holters arbeitete lieber im Hintergrund, knüpfte Kontakte und baute Netzwerke auf. Dabei wollte er Tradition bewahren und den Verein zugleich modern aufstellen. Für die Zukunft wünscht er sich Kontinuität und neue Ideen: Jüngere Generationen sollen die Heimatgeschichte weitertragen und eigene Impulse setzen.

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