Herzenswunsch-Boxen im Kreis Recklinghausen für niedrigschwellige Beratung
Der Kreis Recklinghausen und seine zehn kreisangehörigen Städte stellen Herzenswunsch-Boxen auf. Mit dem Angebot sollen ältere Menschen niedrigschwellig Unterstützung anfragen, soziale Kontakte knüpfen oder auf bestehende Hilfen aufmerksam werden.
Aktion für mehr Teilhabe im Alter
Nach Angaben des Kreises können in die Boxen Wünsche und Anliegen auf Karten notiert werden. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um materielle Wünsche, sondern um Unterstützungsanfragen oder um das soziale Miteinander. Jede eingehende Anfrage werde von den Mitarbeitenden der Beratungs- und Infocenter Pflege, kurz BIP, beziehungsweise von den Seniorenbeiräten bearbeitet. Die Seniorinnen und Senioren erhielten anschließend eine individuelle Rückmeldung und Unterstützung bei ihrem Anliegen.
Marla Labisch, BIP-Koordinatorin beim Kreis Recklinghausen, erklärt dazu: „Wir möchten mit den Boxen Seniorinnen und Senioren einladen, ihre persönlichen Herzenswünsche aufzuschreiben und damit unkompliziert Hilfe anzufragen. Jede eingehende Anfrage wird von den Mitarbeitenden der Beratungs- und Infocenter Pflege, kurz BIP, beziehungsweise den Seniorenbeiräten bearbeitet.“
Insgesamt wurden 71 Herzenswunsch-Boxen hergestellt. Jeweils sieben Boxen sind für jede kreisangehörige Stadt vorgesehen, eine weitere Box steht im Eingangsbereich des Kreishauses. Gefertigt wurden die Boxen in der Schreinerei der Caritaswerkstätten in Gladbeck, die passenden Aufkleber entstanden in der Druckerei der Werkstätten.
Standorte und Wege zur Abgabe
Die Boxen werden an verschiedenen Standorten in den kreisangehörigen Städten aufgestellt, insbesondere in Apotheken sowie bei Aktionen der Seniorenbeiräte. Laut Jana Ribbeheger, Altenhilfe-Koordinatorin beim Kreis Recklinghausen, sollen damit möglichst viele Seniorinnen und Senioren erreicht werden, da viele ältere Menschen regelmäßig Apotheken besuchten, um ihre Medikamente zu bekommen.
Neben jeder Box liegen Karten aus, auf denen persönliche Wünsche und Kontaktdaten eingetragen werden können. Genannt werden können etwa Wünsche nach sozialen Kontakten, Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen oder Hilfe bei der Organisation pflegerischer Angebote. Die ausgefüllten Karten können direkt in die Herzenswunsch-Box eingeworfen werden. Alternativ können die Anliegen per E-Mail an [email protected], persönlich im Rathaus oder bei den BIPs eingereicht werden.
Gemeinsames Zeichen gegen Einsamkeit
Mit den Herzenswunsch-Boxen wollen der Kreis Recklinghausen und seine Städte ein gemeinsames Zeichen gegen Einsamkeit und für mehr Teilhabe im Alter setzen. Das Angebot soll Hemmschwellen abbauen und den Zugang zu bestehenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten erleichtern.
Die Idee entstand im Arbeitskreis „Gemeinsam gegen Einsamkeit“. Dort arbeiten die Altenhilfekoordinatorinnen und -koordinatoren der kreisangehörigen Städte sowie das Koordinationsteam des Beratungs- und Infocenter Pflege der Kreisverwaltung Recklinghausen zusammen. Ziel der Initiative ist es, insbesondere einsame oder von Einsamkeit bedrohte ältere Menschen besser zu erreichen und ihnen den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu erleichtern.
Weitere Informationen zu den BIPs im Kreis Recklinghausen gibt es online unter www.kreis-re.de/bip.