Iserlohn verhängt Haushaltssperre für 2026

Die Stadt Iserlohn reagiert auf eine erwartete Verschlechterung ihrer Finanzlage mit einer Haushaltssperre. Stadtkämmerer Michael Wojtek verhängt sie im Einvernehmen mit Bürgermeister Michael Joithe. Für 2026 wird ein Gesamtdefizit von rund 57,3 Millionen Euro prognostiziert.
Auslöser für die Verschlechterung ist eine notwendige Sonderabschreibung beim Straßenvermögen. Sie ergab sich aus einer gesetzlich vorgeschriebenen körperlichen Bestandsaufnahme und Bewertung. Der Korrekturbedarf war bei der Haushaltsplanung für 2026 noch nicht bekannt und deshalb nicht eingeplant.
Ausgaben werden überprüft
Mit der Haushaltssperre sollen die Ausgaben begrenzt und weitere finanzielle Belastungen möglichst vermieden werden. Grundsätzlich dürfen künftig nur noch Aufwendungen geleistet werden, zu denen eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung besteht. Alle Ressorts sollen ihre Ausgaben kritisch prüfen und mögliche Einsparungen ermitteln.
Bereits begonnene investive Maßnahmen können fortgeführt werden. Auf finanzielle Leistungen, auf die Bürgerinnen und Bürger einen gesetzlichen Anspruch haben, wirkt sich die Haushaltssperre nicht aus.