Kreis Recklinghausen: Netzwerktreffen nimmt inklusiven Gewaltschutz in den Blick

Beim Netzwerktreffen in Datteln diskutierten Fachleute, wie Schutz und Hilfe für Frauen und Mädchen mit Behinderungen im Kreis Recklinghausen zugänglicher werden können.

Von Presse-Service.de1 Min. Lesezeit

Beim 3. Netzwerktreffen des Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen im Kreis Recklinghausen ging es darum, wie Schutz und Hilfe für Frauen und Mädchen mit Behinderungen besser zugänglich werden können. Das Treffen fand am 13. Oktober in der Stadthalle Datteln statt.

Vertreterinnen und Vertreter aus Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Opferschutz, Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern, Verwaltung und Behindertenhilfe sowie Gleichstellungsbeauftragte und Fachberatungsstellen diskutierten bestehende Hürden. Dazu zählen laut Kreis bauliche und kommunikative Hindernisse, fehlende Informationen, eine unzureichende Vernetzung und Angebote, die den Bedürfnissen der Betroffenen nicht gerecht werden.

Einen fachlichen Impuls gab die Fachstelle Gewaltschutz des Mädchenhauses Bielefeld mit ihrem Angebot „Mädchen sicher inklusiv“. Eine Frauenbeauftragte der Recklinghäuser Werkstätten berichtete aus der Praxis. Sie setzt sich unter anderem für die Rechte von Frauen mit Behinderungen und ihren Schutz vor Gewalt und Belästigung ein.

Zum Abschluss stellte sich die Fachstelle Eine Weltexterner Link, öffnet ein neues Fenster vor. Sie berät Betroffene von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Zwangsprostitution. Das Treffen thematisierte, wie Menschenhandel auch hinter anderen Gewaltformen erkannt werden kann und welche Bedeutung Fachwissen, Aufmerksamkeit und verlässliche Unterstützungsstrukturen haben.

Der Kreis betont, dass inklusiver Gewaltschutz neben zugänglichen Angeboten auch den Abbau von Barrieren und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche erfordert.

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