Landrat Schaberick begrüßt 41 neue deutsche Staatsbürger im Schwelmer Kreishaus
41 Menschen haben im Schwelmer Kreishaus ihre Einbürgerungsurkunden erhalten und damit offiziell die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Wie der Ennepe-Ruhr-Kreis mitteilt, legten sie bei der Feierstunde das Bekenntnis zum Grundgesetz ab: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“
Zu den neuen Staatsbürgern zählen Einzelpersonen, Ehepaare und Familien mit Kindern. 20 Frauen und 21 Männer im Alter von 9 bis 62 Jahren stammen aus insgesamt 15 europäischen, afrikanischen und asiatischen Staaten.
Landrat Jan-Christoph Schaberick würdigte die Entscheidung der Neubürger bei der Feier im Kreistagssitzungssaal des Schwelmer Kreishauses. „Sie haben sich hier ein Leben aufgebaut, die deutsche Sprache gelernt und sich bewusst für die deutsche Staatsbürgerschaft mit all ihren Rechten und Pflichten entschieden. Sie bekennen sich zu unseren gemeinsamen Werten, die alles andere als eine Selbstverständlichkeit sind, und die wir gemeinsam schützen und verteidigen müssen“, sagte er.
Einbürgerung als Abschluss eines langen Verfahrens
Mit der Übergabe der Urkunden endet für die Beteiligten ein oft längerer persönlicher und behördlicher Weg. Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss laut Kreisverwaltung mehrere Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören ein seit fünf Jahren rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland, die Fähigkeit, den Lebensunterhalt selbst zu sichern, ausreichende Deutschkenntnisse sowie Straffreiheit.
Schaberick sagte zudem: „Zuhause ist dort, wo unser Herz ist. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit ist dieses Zuhause für Sie mehr als zuvor der Ennepe-Ruhr-Kreis mit seinen neun Städten. Schön, dass Sie die traditionelle Vielfalt an Ennepe, Ruhr und Schwelme in dieser Form beleben.“
Die Feierstunde im Schwelmer Kreishaus soll künftig den offiziellen Abschluss der Einbürgerungen bilden, über die die Ausländerbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises entschieden hat. Zuständig ist sie für Menschen aus Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter/Ruhr. Für Witten übernimmt diese Aufgabe die dortige Ausländerbehörde.
Herkunftsländer und Wohnorte
Die 41 neuen Staatsbürger kommen aus folgenden Ländern:
- Afghanistan (1)
- Bosnien und Herzegowina (1)
- Ghana (1)
- Griechenland (2)
- Iran (1)
- Italien (2)
- Marokko (1)
- Pakistan (1)
- Polen (2)
- Rumänien (1)
- Russland (2)
- Serbien (3)
- Simbabwe (1)
- Syrien (17)
- Türkei (5)
Sie wohnen derzeit in diesen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises:
- Breckerfeld (1)
- Ennepetal (5)
- Gevelsberg (9)
- Hattingen (8)
- Herdecke (2)
- Schwelm (4)
- Sprockhövel (4)
- Wetter (8)
Aus Witten war diesmal niemand dabei. Zum Rahmen der Veranstaltung gehörten neben der Urkundenübergabe und dem Bekenntnis zum Grundgesetz auch eine Rede des Landrats, die Beteiligung der Städte sowie musikalische Beiträge von Musikschülern aus dem Südkreis.