Trabrennbahn Mönchengladbach schließt am 15. November

Am Sonntag, 15. November 2026, endet mit dem letzten Renntag eine 133-jährige Trabrennsporttradition in Mönchengladbach. Der Verein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes veranstaltet ab 13 Uhr auf der Trabrennbahn, Am Flughafen 5, den „Großen Preis des Rheinischen Karnevals“. Weitere Informationen veröffentlicht der Verein unter mgtrab.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.
Die Stadt nimmt den Abschied zum Anlass, dem Verein, den Beschäftigten und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren langjährigen Einsatz zu danken. Auch Aktive, Sponsoren und regelmäßige Gäste hätten zum Fortbestand der Anlage beigetragen. Besonders nach der Insolvenz des damaligen Rennvereins im Jahr 2005 habe das Engagement vieler Beteiligter den weiteren Betrieb gesichert.
Die Trabrennbahn geht auf die ersten Rennen am 13. August 1893 zurück. Aus einer einfachen Strecke auf den Nierswiesen entwickelte sie sich zu einer überregional bekannten Anlage. Nach dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1975 die Haupttribüne eröffnet. Neben dem Spitzensport fanden dort auch Amateurwettbewerbe und der sportliche Nachwuchs ihren Platz.
Gelände soll Gewerbestandort werden
Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG), Eigentümerin des Geländes, hat dem betreibenden Verein zum 31. Dezember 2026 endgültig gekündigt. Damit endet eine Entwicklung, die sich laut Stadt bereits über viele Jahre abgezeichnet hat. Auf dem Areal am Flughafen soll ein Gewerbegebiet entstehen. Vorgesehen sind insbesondere Unternehmen aus Luftfahrttechnologie, innovativer Mobilität sowie Forschung und Entwicklung.
Mit der Planung will die Stadt Investitionen und neue Arbeitsplätze ermöglichen und den Strukturwandel aktiv gestalten. Das Vorhaben passt zum städtischen Stärkenfeld „Chance durch Wandel“: Neue wirtschaftliche Möglichkeiten sollen erschlossen werden, während die Geschichte des Geländes berücksichtigt wird.
Der im September vorgestellte Vorentwurf soll die bisherige Gestalt der Rennbahn erkennbar erhalten. Die Freifläche im Inneren des Ovals bleibt als grüne Mitte bestehen; neue Gebäude sollen sich weitgehend darum gruppieren. Von den rund 12,7 Hektar des Plangebiets sind etwa 5,7 Hektar für Gewerbe und rund 4,1 Hektar für öffentliche Grünflächen vorgesehen. Diese sollen Beschäftigten und Besuchenden offenstehen und zugleich Regenwasser zurückhalten. Auch begrünte Dächer und Fassaden sowie Sonnenenergie gehören zum Planungskonzept. Die weitere Ausgestaltung erfolgt im Bebauungsplanverfahren.
Unterstützung erhält die Planung durch das Landesprogramm „Go4Gewerbe“. Die Landesgesellschaft NRW.URBAN begleitet die Stadt bei der Planung und Erschließung des Standorts.