Weg zur Fairtrade-Zertifizierung im Kreis Recklinghausen: Steuerungsgruppe bündelt Aktivitäten
Akteurinnen und Akteure gestalten bei der Woche des Fairen Handels 2026 gemeinsam den Prozess auf dem Hof Wessels in Herten
Im Rahmen der Woche des Fairen Handels 2026 haben sich am Dienstag, 15. September, engagierte Akteurinnen und Akteure auf dem Hof Wessels in Herten getroffen, um den Weg zur Fairtrade-Zertifizierung des Kreises Recklinghausen gemeinsam zu gestalten. Nach Angaben des Kreises soll eine neu gegründete Steuerungsgruppe den weiteren Prozess künftig begleiten.
Austausch auf dem Hof Wessels
Die Veranstaltung stand unter dem diesjährigen Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben“. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig Fair Trade, Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region bereits umgesetzt werden. Der Hof Wessels wurde als außerschulischer Lern- und Erfahrungsort vorgestellt, an dem solidarische Landwirtschaft, ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen sowie Bildungsangebote zusammenkommen. Dazu gehörte auch die Herstellung fairer Schokolade, bei der die Teilnehmenden den Weg von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade nachvollziehen konnten.
Ein besonderer Schwerpunkt des Nachmittags war der persönliche Austausch mit José Antonio, einem Mitglied der Kaffeekooperative Soppexcca aus Nicaragua. Er berichtete aus Sicht einer Kooperative über die Chancen und Herausforderungen des Fairen Handels. Dabei ging es auch um die konkreten Auswirkungen fairer Handelsbeziehungen auf die örtliche Dorfgemeinschaft sowie um klimabedingte Herausforderungen.
Jutta Emming vom Kreis Recklinghausen dankte Markus Heißler von der Fachstelle Eine Welt des Evangelischen Kirchenkreises Herne und Sprecher des Netzwerks Faire Metropole Ruhr dafür, dass dieser Austausch ermöglicht wurde.
Als Beispiele für bestehendes Engagement in der Region wurden die Gastkirche Recklinghausen, der Weltladen im Kuniberg Berufskolleg, die Westfälische Hochschule und die Stadt Waltrop genannt. Waltrop ist bereits als Fairtrade-Town ausgezeichnet.
Steuerungsgruppe soll Arbeit bündeln
Die neu gegründete Steuerungsgruppe setzt sich aus den Bereichen Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Sie soll den Prozess begleiten, Aktivitäten bündeln, Akteurinnen und Akteure miteinander vernetzen und weitere Impulse für den Fairen Handel im Kreis setzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die bereits vorhandenen vielfältigen Initiativen und Aktivitäten im Kreisgebiet.
Emming betonte, dass viele engagierte Menschen, Organisationen, Kommunen, Unternehmen, Schulen, Vereine und weitere Einrichtungen bereits einen wichtigen Beitrag leisten. Diese Aktivitäten sollen sichtbar gemacht, miteinander verknüpft und für den weiteren Weg genutzt werden. Zugleich seien weitere Interessierte willkommen, die sich anschließen möchten – sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Verantwortliche aus der Wirtschaft, etwa aus Handel und Gastronomie.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.