Mechernich bittet Hundehalter, eigene Kotbeutel mitzunehmen

Die Stadt Mechernich bittet Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer, beim Gassigehen eigene Kotbeutel mitzunehmen. Die 110 Dogstations im Stadtgebiet seien als Reserve für den Fall gedacht, dass unterwegs kein eigener Beutel zur Hand ist – nicht, um Vorräte für zu Hause mitzunehmen.
Die Stationen werden nach Angaben der Stadt regelmäßig kontrolliert und nachgefüllt. In den Jahren 2024 bis 2026 wurden durchschnittlich mehr als 316.000 Beutel pro Jahr bereitgestellt. Werden mehrere Beutel oder ganze Bündel entnommen, kann eine Station schnell leer sein und dann gerade denjenigen fehlen, die unterwegs darauf angewiesen sind.
Benutzte Beutel gehören in den Müll
Die Stadt bittet darum, benutzte Beutel in den entsprechenden Mülltonnen zu entsorgen, gegebenenfalls zu Hause in der Restmülltonne. Nach Angaben der Stadt werden gefüllte Beutel wiederholt in der Landschaft zurückgelassen.
Im Stadtgebiet sind rund 3.500 Hunde gemeldet. Zum 1. Januar 2026 wurde die Hundesteuersatzung erstmals seit 2011 angepasst. Seitdem beträgt die jährliche Steuer 89 Euro für den ersten Hund. Bei zwei Hunden werden jeweils 135 Euro fällig, bei drei oder mehr Hunden jeweils 158 Euro. Für als gefährlich eingestufte Hunde liegt der Steuersatz bei 825 Euro pro Jahr.
Steuerbefreiungen gelten weiterhin unter anderem für Blindenführ-, Therapie- und Assistenzhunde. Hunde, die aus dem Tierheim Mechernich adoptiert werden, sind zunächst zwei Jahre von der Steuer befreit. Werden sie im Alter von zehn Jahren oder später aufgenommen, gilt die Befreiung dauerhaft.
Die Hundesteuer ist laut Stadtverwaltung nicht zweckgebunden; ihre Einnahmen fließen in den allgemeinen städtischen Haushalt. Sie ist keine Gebühr, aus der sich ein Anspruch auf eine bestimmte Gegenleistung wie jederzeit verfügbare kostenlose Kotbeutel ableiten lässt. Die Dogstations sind ein freiwilliger Service der Stadt.