Mechernicher Seniorenmesse bringt Beratung und Angebote an einen Ort

Bei der ersten Mechernicher Seniorenmesse konnten sich ältere Menschen, Angehörige und Interessierte an 33 Ständen und bei Fachvorträgen über Unterstützung und Angebote in der Region informieren. Die Veranstaltung fand am Samstag in der Mehrzweckhalle und im angrenzenden Oktogon statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen und Beratung.
Das Themenspektrum reichte von Pflege und Hausnotrufsystemen bis zu Vorsorge, barrierefreiem Wohnen und Bewegung im Alter. Bürgermeister Michael Fingel sagte bei der Eröffnung: „Es soll sicherlich keine einmalige Sache sein.“ Die Stadt wolle das Format weiterentwickeln; Anregungen und Verbesserungsvorschläge seien willkommen.
Technik, Sicherheit und Bewegung
Das Sanitätshaus Dr. Wehner präsentierte einen KI-gestützten Rollator mit elektrischem Antrieb, der beim Schieben unterstützt und Hindernisse überwinden kann. Das Deutsche Rote Kreuz informierte über Hausnotrufsysteme und mobile GPS-Notrufgeräte, mit denen im Notfall Kontakt zur Notrufzentrale aufgenommen und der Standort übermittelt werden kann. Auch Sturzsensoren und die Rotkreuzdose, die wichtige Angaben für Rettungskräfte enthält, wurden vorgestellt.
Die Sportwelt Schäfer erläuterte, wie gezieltes Muskeltraining die Beweglichkeit und Selbstständigkeit unterstützen kann. Die Agentur für Haushaltshilfe stellte Angebote wie Einkäufe, Wohnungsreinigung, Arztbegleitungen und gemeinsame Spaziergänge vor. Beim Erstgespräch werde auch geprüft, welche Leistungen über die Pflegekasse finanziert werden können.
Beratung zu Wohnen, Pflege und Vorsorge
Am Stand von Eifelland Immobilien ging es um barrierefreie Wohnungen, Immobilienverrentung und Finanzierungsmöglichkeiten für Umbauten. Das Kreiskrankenhaus Mechernich, die Caritas, die Malteser, das Kreuserstift, die Parkinson-Gemeinschaft und die Alzheimer-Gesellschaft informierten über ihre Angebote. Polizei und Kreis Euskirchen waren mit Informationen zu Kriminalprävention, Pflegeberatung und rechtlicher Betreuung vertreten. Die GenoEifel stellte Nachbarschaftshilfe und Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe vor.
Auch Bestattungsvorsorge, ambulante Pflege und Unterstützung für pflegende Angehörige gehörten zu den Themen. Im Vortragsprogramm ging es unter anderem um Pflegegrade, Vorsorgevollmachten, Sturzprävention, Wohnberatung und Immobilienverrentung.
Organisatorin Kati Jakob, Fachbereichsleiterin für Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Mechernich, denkt für das kommende Jahr über eine Verbindung der Seniorenmesse mit einem Rollatorentag nach. Bürgermeister Fingel kündigte ebenfalls an, dass das Veranstaltungsformat fortgesetzt werden soll.