Michael Fingel ein Jahr im Amt

Zum ersten Jahrestag seines Amtsantritts am 1. November zieht Mechernichs Bürgermeister Michael Fingel eine persönliche Bilanz. Sein Rückblick folgt den Buchstaben des Stadtnamens und reicht von Museen und Heimatverbundenheit bis zu den Herausforderungen kommunaler Arbeit. „Es ging schnell vorbei“, sagt Fingel über sein erstes Jahr. Er habe viele Menschen kennengelernt und zunehmend erfahren, was es bedeute, Verantwortung für eine Stadt zu übernehmen.
Sein Fazit fällt trotz Höhen und Tiefen, Rückschlägen und schwierigen Entscheidungen positiv aus: „Es macht nach wie vor unwahrscheinlich viel Spaß.“ Für die Zukunft bleiben ihm nach eigener Einschätzung noch vier Jahre, um die Stadt mitzugestalten.
Tourismus und Entwicklung der Ortschaften
Unter dem Stichwort Museen nennt Fingel das Bergbaumuseum, das zur Geschichte Mechernichs passe, und das Freilichtmuseum Kommern als weiteren touristischen Anziehungspunkt. Im Tourismus sieht er eine wirtschaftliche Chance. Ausflugsziele im Stadtgebiet sollten stärker miteinander vernetzt und gezielt weiterentwickelt werden. Davon könnten auch Gastronomie und Handel profitieren.
Die Kernstadt und 43 weitere Ortschaften böten unterschiedliche Möglichkeiten, sagt Fingel. Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Dorfgemeinschaft seien langfristige Aufgaben, die sich Schritt für Schritt entwickeln müssten. Dabei komme es neben Rat und Verwaltung auch auf die Bürgerinnen und Bürger an.
Heimatverbundenheit und Kommunikation
Fingel lebt in Kommern und bezeichnet es als „eine riesige Ehre“, seine Heimat mitgestalten zu dürfen. Die Nähe zu den Menschen sei für ihn „ein Ansporn“. Rückmeldungen bei Veranstaltungen und persönlichen Begegnungen wolle er nutzen. Zugleich müsse ein Bürgermeister akzeptieren, dass er es nicht allen recht machen könne. Auch ein Nein müsse verständlich begründet werden: „Ich möchte nicht der Jasager sein, ich möchte auch nicht der Wunscherfüller sein“.
Verständliche Kommunikation zählt Fingel zu den wichtigsten Aufgaben des Bürgermeisteramts. Auch schwierige Entscheidungen müssten ehrlich erklärt werden. „Wenn man das nicht macht, dann verlieren wir die Menschen“, sagt er. Persönliche Gespräche könnten dabei helfen, unterschiedliche Interessen nachvollziehbar zu machen.
Arbeit im Rathaus und Städtepartnerschaften
Fingel sagt, er fahre gerne ins Rathaus und schätze die Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit. Er hebt auch die Kolleginnen und Kollegen beim Bauhof sowie in den Bereichen Wasser und Abwasser hervor. Als Beispiel für den Zusammenhalt nennt er einen gemeinsamen Betriebsausflug an die Ahr. Sein Fazit nach einem Jahr Verwaltungsarbeit lautet: „Dass Verwaltung auch sexy sein kann, finde ich schon irgendwie cool.“
Zu Mechernichs Städtepartnerschaften gehören die Verbindungen mit Nyons in Frankreich und Skarszewy in Polen. Die Partnerschaft mit Skarszewy feierte in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen; in Nyons steht 2027 das 60-jährige Partnerschaftsjubiläum an. Fingel hat Nyons bereits besucht. Der vorgelegte Anhang bricht während seiner Erinnerung an diesen Besuch ab; weitere Einzelheiten dazu sind daher nicht enthalten.