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Bochum: Gestaltungssatzung für die Innenstadt bringt sichtbare Veränderungen

Neue und erneuerte Werbeanlagen sowie Fassaden fügen sich am Husemannplatz, in der Kortumstraße und am Dr.-Ruer-Platz den Vorgaben entsprechend ein

Von Redaktion Bochum09.09.26, 00:04

Die im Frühjahr 2024 beschlossene Gestaltungssatzung für die Bochumer Innenstadt zeigt nach Angaben der Stadt Wirkung. Wer durch die City gehe, könne bereits erkennen, wie sich das Erscheinungsbild Zug um Zug verändere, heißt es in der Mitteilung. Ziel sei ein hochwertigeres und stimmigeres Stadtbild mit klaren Linien und freien Sichtachsen.

Besonders sichtbar sei die Entwicklung rund um den neugestalteten Husemannplatz. Dort hätten sich mit Rituals und Fielmann neue Ladenlokale angesiedelt, deren Werbeanlagen und Fassadengestaltungen den gestalterischen Anforderungen der Innenstadtentwicklung entsprächen. Auch die neuen Ladenlokale von DM und Brummbär in der Kortumstraße, unmittelbar am Husemannplatz, präsentierten sich in neuem Gewand.

Auch die neue Gastronomie Wilma Wunder im Sparkassengebäude am Dr.-Ruer-Platz zeige laut Mitteilung, welches Potenzial die Gestaltungssatzung habe. Die Werbeanlagen fügten sich harmonisch in die Architektur des Gebäudes ein und trügen zu einem hochwertigen Gesamtbild des Stadtraums bei.

Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren

Die Stadt betont, dass die Gestaltungssatzung in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren erarbeitet worden sei. Insbesondere die Initiative Bochumer City (IBO e. V.) sowie Bochum Marketing hätten den Prozess von Beginn an begleitet. Auch bei der Umsetzung, in Gesprächen mit dem Handel und mit Gebäudebesitzerinnen und Gebäudebesitzern, seien sie beteiligt.

Nach Angaben der Mitteilung zeigten die intensive Beratungs- und Abstimmungsarbeit der vergangenen zwei Jahre bereits positive Effekte. Heike Möller, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Wohnen, erklärte: „Eine attraktive Innenstadt lebt von einem hochwertigen und stimmigen Erscheinungsbild. Die Gestaltungssatzung schafft hier verlässliche Rahmenbedingungen und unterstützt gleichzeitig individuelle Lösungen in der Innenstadt“.

Vorgaben und Gestaltungshandbuch

Die Satzung enthält Vorgaben unter anderem für Werbeanlagen, Gebäudefassaden sowie Elemente der Außengastronomie. Ergänzt werde sie durch ein Gestaltungshandbuch, das anhand konkreter Beispiele zeige, wie die Anforderungen qualitätsvoll umgesetzt werden können. Unter dem Leitgedanken „Ans Ganze gebunden, im Einzelnen frei“ greife das Handbuch den planerischen Leitsatz aus dem Wiederaufbau der 1950er Jahre vom damaligen Stadtbaurat Clemens Massenberg auf und biete heute eine praxisnahe Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer, Gewerbetreibende sowie Planende.

Auch entlang der Massenbergstraße sichtbar

Eine positive Entwicklung sieht die Stadt zudem entlang der Massenbergstraße. Dort hätten mehrere Geschäfte, darunter das Best Kebab Haus und der City Salon, ihre Werbeanlagen in den vergangenen Monaten erneuert. Unterstützung dabei habe es von den Innenstadtarchitekten Sarah Gräfer und Marcus Wagner gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung und Wohnen, dem Bauordnungsamt sowie Quartiersmanager Kais Toma von Bochum Marketing gegeben.

Kais Toma sagte: „Diesen kooperativen Beratungsansatz setzen wir im Mosaikviertel in der nördlichen Innenstadt aktuell fort“.

Kooperativer Ansatz soll Wirkung entfalten

Nach Einschätzung der Stadt entfalten Gestaltungssatzung und Gestaltungshandbuch ihre Wirkung besonders dort, wo frühzeitig der Dialog gesucht werde. Marc Mauer und Alexander Eiskirch von der IBO e. V. erklärten: „Die wahrnehmbare Verbesserung des Erscheinungsbildes der Innenstadt nehmen auch unsere Kundinnen und Kunden wahr. Wir wirken weiterhin aktiv am Prozess ‚Gestaltungssatzung‘ mit und sind stolz, dass dieses kooperative Vorgehen für das Stadtbild im Ruhrgebietsvergleich einzigartig ist“.

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Bochum: Gestaltungssatzung für die Innenstadt bringt sichtbare VeränderungenFoto: bochum.deBild 1 von 7

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