Hagen kontrolliert sechs Problemimmobilien
Die Stadt Hagen hat in der vergangenen Woche sechs Problemimmobilien kontrolliert. Beteiligt waren unter Leitung der Abteilung Allgemeine Ordnungsbehördliche Aufgaben der Stadtordnungsdienst, die Wohnungsaufsicht, die Bauaufsicht und -kontrolle sowie das Umweltamt. Unterstützt wurden sie von Feuerwehr, Polizei, Jobcenter und Enervie.
Von insgesamt 174 gemeldeten Personen konnten die Behörden 98 vor Ort kontrollieren. Weitere 14 Personen sollen nochmals überprüft und gegebenenfalls von Amts wegen abgemeldet werden. Enervie stellte keine Auffälligkeiten fest. In einem Gebäude wurde einem Mitarbeiter des Energieversorgers der Zugang zum Keller durch die Eigentümerin verweigert.
Mängel in allen sechs Gebäuden
Die Behörden stellten in sämtlichen Immobilien kleinere oder größere Missstände fest. Dazu zählten defekte Klingel- und Briefkastenanlagen, fehlende Fenstergriffe, Feuchtigkeit und Schimmel, ein defekter Aufzug, ein vermüllter Keller, ein großflächiger Wasserschaden sowie ein Loch in einer Wohnungstür. In einem Treppengeländer fehlte eine Strebe.
Auch Brandlasten im Treppenraum wurden festgestellt. In einem Bereich war die Durchgangsbreite dadurch auf 0,64 Meter eingeschränkt. Zudem entdeckten die Behörden Schädlingsbefall; der Eigentümer war nach Angaben der Stadt bereits tätig geworden.
In einem Gebäude fanden sich Feuchtigkeitsschäden an Wänden und Decken. Unter einem Linoleumbelag wurden Fehlstellen im Fußboden festgestellt, die ein sicheres Betreten der Treppenpodeste nicht gewährleisten. Teilweise waren Balkone augenscheinlich zu Wohnzwecken umgebaut. Eine selbstständige Rettung im Brandfall kann dort laut Stadt nicht sichergestellt werden. Außerdem fehlten in einer Kellerdecke Brandschottungen oder sie waren nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Die brandschutztechnische Abschottung muss fachgerecht hergestellt werden.