Hagener Verwaltung will Bildungscampus für Cuno-Berufskollegs vertieft prüfen lassen

Hagens Verwaltung empfiehlt, einen möglichen Bildungscampus an der FernUniversität für die Cuno-Berufskollegs vertieft zu prüfen. „Am Höing“ liegt in der Bewertung vorn; eine Standortentscheidung steht noch aus.

Von Redaktion Hagen2 Min. Lesezeit
KI-Symbolbild: Forscherin betrachtet ein Probengefäß neben einem Mikroskop in einem generischen Hochschullabor.

KI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

KI-Symbolbild

Für die Zukunft der Cuno-Berufskollegs I und II in Hagen kommt eine weitere Standortoption ins Spiel: ein möglicher „Bildungs - und Innovationscampus“ an der FernUniversität Hagen, gemeinsam mit der Fachhochschule Südwestfalen. Die Stadtverwaltung empfiehlt, diese Möglichkeit vertieft zu untersuchen. Eine endgültige Standortentscheidung ist damit noch nicht verbunden.

„Am Höing“ liegt in der Bewertung vorn

Die neue Prüfung ergänzt die bisherigen Varianten um zwei Möglichkeiten auf dem Gelände der FernUniversität: den Neubau beider Berufskollegs oder den Neubau eines Kollegs dort und des zweiten am bisherigen Standort an der Viktoriastraße. Bewertet wurden die Optionen nach Kosten, Terminen und Standortfaktoren; die Kosten hatten dabei das größte Gewicht.

Nach der aktuellen Bewertung schneidet ein Neubau beider Kollegs „Am Höing“ am besten ab. Der Neubau beider Schulen an der FernUniversität liegt zunächst auf Platz drei. Als Gründe nennt die Stadt unterschiedliche angenommene Nutzungstermine – das Schuljahr 2031/2032 am Standort „Am Höing“ gegenüber 2032/2033 an der FernUniversität – sowie einen Kostenunterschied von rund 32,4 Millionen Euro.

Mögliche gemeinsame Nutzung soll geprüft werden

Im nächsten Schritt sollen unter anderem die Kosten für ein geplantes Parkdeck und zwei Sporthallen sowie die Verkehrsanbindung genauer betrachtet werden. Zu prüfen ist auch, ob das Parkdeck erforderlich ist und eine Sporthalle genügen könnte. Eine mögliche Mitnutzung der Mensa, von Hörsälen, Veranstaltungsräumen sowie Lern- und Aufenthaltsräumen der Hochschulen könnte den Flächenbedarf und die Kosten senken.

Die Verwaltung will außerdem die mögliche Nachnutzung des innerstädtischen Altstandorts für mindestens eines der Berufskollegs abwägen. Bei einer Verlagerung aus der Innenstadt seien auch ein möglicher Kaufkraftverlust und die künftige Nutzung des bisherigen Standorts zu klären.

Die Politikexterner Link, öffnet ein neues Fenster soll zunächst darüber entscheiden, ob der „Bildungscampus“ vertieft geprüft wird. Eine endgültige Entscheidung über den Standort folgt laut Mitteilung zu einem späteren Zeitpunkt. Die Verwaltung sieht in einer Verbindung von beruflicher und Hochschulbildung sowie Forschung und Weiterbildung die Möglichkeit, den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Hagen zu stärken.

Der bisherige Standort ist eine Interimslösung

Die Cuno-Berufskollegs mussten nach den Sommerferien 2025 wegen schwerwiegender Brandschutzmängel und Bauschäden zunächst schließen. Der Schulbetrieb wurde im November 2025 wieder aufgenommen. Nach Angaben der Stadt entspricht der Standort jedoch nicht mehr den heutigen Standards und bleibt eine Übergangslösung.

Artikel teilen:

Quellen & Infos

Verantwortung

Redaktionell verantwortlich
Konrad Mayer

Die Google-Cookie-Einstellungen sind noch nicht verfügbar. Ein Browser-Schutz kann das Laden verhindern. Ohne Zustimmung werden keine Google-Anzeigen freigegeben.

Datenschutz