Rettungskräfte üben Versorgung von 50 Verletzten in Haan

Rettungskräfte des Katastrophenschutzes haben am Samstag in Haan den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes für 50 Verletzte geübt. Das Szenario ging von einem Zugunglück mit vielen Verletzten außerhalb des Kreisgebiets aus. Die Rettung am Unfallort war nicht Teil der Übung.
Nahezu alle Hilfsorganisationen, zahlreiche Feuerwehren, Technikeinheiten der Kreisleitstelle sowie Notärztinnen und Notärzte aus der Gruppe der Leitenden Notärzte im Kreis Mettmann beteiligten sich. Auf dem Parkplatz eines Möbelhauses wurde medizinisches Material aus einem Abrollcontainer entladen und eine Zeltstadt für die Versorgung errichtet. Sanitätshelfende und Rettungsdienstkräfte versorgten die Verletzten und stabilisierten sie für den Weitertransport.
Ein Behandlungsplatz für 50 Verletzte, kurz BHP 50, wird nach Angaben des Kreises angefordert, wenn die regulären Versorgungsstrukturen des Rettungsdienstes wegen der Zahl der Patientinnen und Patienten nicht ausreichen. Verletzte können dort erstversorgt werden, bevor sie in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden.
Das Übungsziel sei mit rund 100 Beteiligten erreicht worden, teilten Kreisbrandmeister Torsten Schlender und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Arne Köster, mit. Die Verantwortlichen wollen die Abläufe nun auswerten und mögliche Verbesserungen für künftige Einsätze ableiten.