Fachtagung in Minden nimmt Diskriminierung im Gesundheitswesen in den Blick
Rund 60 Menschen haben sich am Donnerstag, 8. Oktober, im Kreishaus Minden mit Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen auseinandergesetzt. Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Minden-Lübbecke hatte zur Fachtagung „Neutral behandelt? – Zwischen Pflegepraxis und Patientenerleben: Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen“ eingeladen.
Zwei Vorträge eröffneten das Programm. Elizaveta Khan vom Integrationshaus e.V. in Köln sprach über „Strukturen die schmerzen – Rassismus, Macht und Gesundheit“. Christine Wilhelms vom KMSC Reflexionswerk in Morsbach widmete sich dem Thema „Gekommen um zu bleiben? – Warum Rassismus und Diskriminierung die größten Fachkräftekiller sind“.
In vier Workshops vertieften die Teilnehmenden einzelne Aspekte, brachten unterschiedliche Sichtweisen und eigene Erfahrungen ein und diskutierten Handlungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine diskriminierungssensible Gesundheitsversorgung gelingen kann.
Die Fachtagung machte deutlich, dass Diskriminierung nicht nur in persönlichen Begegnungen, sondern auch in Routinen, Kommunikationsstrukturen und institutionellen Rahmenbedingungen auftreten kann. Für eine respektvolle und gleichwertige Versorgung seien deshalb sowohl die Reflexion individueller Haltungen als auch die Auseinandersetzung mit bestehenden Strukturen wichtig.