Kreisverwaltung schützt IT-Systeme vor PHP-Sicherheitslücke

Eine PHP-Sicherheitslücke betrifft die IT-Systeme der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke. Schutzmaßnahmen können Onlinedienste vorübergehend einschränken.

Von Redaktion LK Minden-Lübbecke1 Min. Lesezeit

Eine kritische Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP betrifft auch die IT-Systeme der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke. Die IT-Abteilung und die OWL-IT haben vorsorgliche Schutzmaßnahmen eingeleitet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Warnung der Stufe Orange herausgegeben.

Die am 21. Oktober 2026 öffentlich bekannt gewordene Schwachstelle könnte es Angreifern im ungünstigsten Fall ermöglichen, ohne vorherige Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen und die Kontrolle über Systeme zu übernehmen.

Onlinedienste können vorübergehend ausfallen

Potenziell gefährdete Systeme und Onlinedienste werden vorsorglich und kontrolliert vom Netz genommen. Die bereitgestellten Sicherheitsupdates sollen schnellstmöglich installiert und geprüft werden. Anschließend sollen die betroffenen Dienste schrittweise wieder freigeschaltet werden.

Während der Schutzmaßnahmen können einzelne Webseiten oder digitale Dienste zeitweise nicht erreichbar sein. Auch Verwaltungsleistungen könnten eingeschränkt sein. Kartenzahlungen im Bürger-Service waren am Vormittag des 22. Oktober zeitweise nicht möglich; die Störung ist inzwischen behoben.

„Wir beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam und passen unsere Schutzmaßnahmen an. Sollten zusätzliche Einschränkungen erforderlich werden, informieren wir über die weitere Entwicklung“, sagt Jörg-Michael Schrader, der zuständige Dezernent für Digitalisierung und Informationstechnik.

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