Minden-Lübbecke bleibt Teil der Endlagersuche

Der Kreis Minden-Lübbecke bleibt im Suchverfahren für ein Atommüll-Endlager. Die BGE prüft dort weiterhin potenzielle Flächen.

Von Redaktion LK Minden-Lübbecke1 Min. Lesezeit

Der Kreis Minden-Lübbecke bleibt Teil des Suchprozesses für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat ihren aktuellen Arbeitsstand in dieser Woche veröffentlicht und dem Kreis mitgeteilt. Auch benachbarte Landkreise bleiben im Auswahlverfahren.

Bundesweit ist die potenzielle Suchfläche nach geowissenschaftlichen Abwägungen auf weniger als fünf Prozent der Fläche Deutschlands geschrumpft. Im Kreisgebiet bestehen aufgrund der geologischen Formationen weiterhin potenzielle Suchflächen. Diese werden derzeit im Rahmen einer repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchung geprüft.

Oberirdische Bedingungen kommen später hinzu

Auf Grundlage der Sicherheitsuntersuchungen und der anschließenden Anwendung geowissenschaftlicher Abwägungskriterien soll ein Vorschlag für weniger als zehn Standortregionen erarbeitet werden. Erst in diesem Schritt sollen auch die Bedingungen an der Oberfläche erkundet werden. Dabei geht es beispielsweise darum, ob sich dort ein Wohngebiet, ein Naturschutzgebiet oder ein Gewässer befindet.

Die BGE will ihren Vorschlag Ende 2027 dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zur Prüfung übermitteln. Welche Regionen anschließend übertägig erkundet werden, entscheidet abschließend der Bundesgesetzgeber.

Kommunen werden weiter informiert

Der Kreis und die kreisangehörigen Kommunen sind nach Angaben des Kreises in den gesetzlich vorgesehenen Beteiligungsformaten vertreten und werden regelmäßig über den Fortgang des Verfahrens informiert. Der neueste Sachstand wird derzeit geprüft. Nach abschließender Bewertung soll der Kreis die Kommunen darüber unterrichten. Im November sind weitere Informationsveranstaltungen geplant, an denen das Bau- und Planungsamt sowie das Umweltamt des Kreises teilnehmen werden.

Im Jahr 2020 hatte die BGE in einem Zwischenbericht 90 Teilgebiete benannt, die nach geologischen Kriterien als Standorte infrage kamen.

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