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Marius Ebel aus Grevenbroich erhält Bundesverdienstmedaille

Marius Ebel aus Grevenbroich hat die Bundesverdienstmedaille erhalten. Landrätin Katharina Reinhold überreichte dem 31-Jährigen die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Kreishaus Grevenbroich. Seine Eltern Elke und Peter Ebel sowie der stellvertretende Grevenbroicher Bürgermeister Dr. Peter Cremerius waren dabei.
Ebel setzt sich für Gesundheit und Inklusion ein. Inklusion bedeutet, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, auch Menschen mit Behinderungen. Ebel lebt mit Duchenne-Muskeldystrophie, einer erblichen Muskelkrankheit. Seit seinem 12. Lebensjahr ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Zeitweise lebt er im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe.
Mit 28 Jahren veröffentlichte er seine Autobiografie „Mitleid? Nein danke!“. Das ist ein Buch über sein eigenes Leben. Darin beschreibt er, wie die Krankheit sein Leben und das seiner Eltern geprägt hat. Er möchte Menschen mit Behinderungen ermutigen, das Leben zu genießen und zu schätzen.
Die Erlöse aus dem Buchverkauf spendet er vollständig an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar. Zusammen mit seinen Eltern sammelt er außerdem Spenden für die Forschung zur Duchenne-Muskeldystrophie.
Im Hospiz ist Ebel Ansprechpartner für Familien, die dort neu begleitet werden. Er spricht mit ihnen über den Umgang mit der Situation. Dabei geht es auch darum, was ihnen helfen kann, gut zu leben und Mut zu behalten. Reinhold lobte in ihrer Rede Ebels Einsatz dafür, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.