Rhein-Kreis Neuss plant höhere Kreisumlage für 2027

Der Rhein-Kreis Neuss plant für 2027 eine Erhöhung der Kreisumlage von 35,87 auf 40,87 Prozent.

Von Redaktion LK Rhein-Kreis Neuss2 Min. Lesezeit
Taschenrechner und neutrale Unterlagen auf einem Schreibtisch. KI-Symbolbild.

KI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

KI-Symbolbild

Der Rhein-Kreis Neuss plant für 2027 eine Erhöhung der Kreisumlage von derzeit 35,87 auf 40,87 Prozent. Das geht aus den Eckdaten des Haushaltsentwurfs hervor, die Landrätin Katharina Reinhold und Kreiskämmerer Bijan Djir-Sarai mit den Bürgermeistern der acht kreisangehörigen Kommunen besprochen haben. Der Kreistag soll den Haushalt voraussichtlich am 17. März 2027 beschließen.

Als wesentlichen Kostentreiber nennt die Kreisverwaltung die Landschaftsumlage an den Landschaftsverband Rheinland. Ihre endgültige Höhe steht noch nicht fest. Nach aktueller Berechnungsgrundlage könnte sie den Kreis 2027 rund 27,5 Millionen Euro mehr kosten als 2026 und auf rund 194,5 Millionen Euro steigen. Das entspräche etwa einem Viertel des Gesamthaushaltsvolumens der Kreisverwaltung. Rund 2,8 Prozentpunkte der geplanten Erhöhung der Kreisumlage entfielen auf den Anstieg.

Zugleich rechnet der Kreis mit höheren Sozialausgaben und geringeren Schlüsselzuweisungen des Landes: Diese sollen 2027 um rund 6,6 Millionen Euro zurückgehen. Den Aufwendungen für Sozialleistungen einschließlich Landschaftsumlage von rund 415,7 Millionen Euro stünden Erträge aus der Kreisumlage von rund 401,3 Millionen Euro gegenüber. Die Kreisumlage würde diese Ausgaben demnach nicht vollständig decken.

Sparmaßnahmen und Folgen für den Kreishaushalt

Der Kreis hat seine Ausgleichsrücklage bereits vollständig aufgebraucht. Sie hatte 2023 noch 52 Millionen Euro betragen. Wird weiterhin Eigenkapital verzehrt, droht dem Kreis die Haushaltssicherung. In diesem Fall könnte die Bezirksregierung Düsseldorf sowohl beeinflussen, welche Ausgaben der Kreis tätigen darf, als auch die Höhe der Kreisumlage.

Zur Konsolidierung gilt in der Kreisverwaltung bis zum 31. Dezember 2027 grundsätzlich eine Wiederbesetzungssperre für frei werdende Stellen. Außerdem plant der Kreis, die Dienstleistungen des Straßenverkehrsamts künftig an zwei statt an vier Dienststellen zu bündeln. Im Haushaltsentwurf ist ein globaler Minderaufwand von 0,5 Prozent eingeplant. Die Bürgermeister forderten weitere Konsolidierungsanstrengungen und eine Ausweitung dieses Ansatzes auf zwei Prozent. Reinhold und Djir-Sarai sagten zu, die Vorschläge zu prüfen.

Die Kreisverwaltung plant zudem, die interkommunale Zusammenarbeit auch über die Kreisgrenzen hinweg zu intensivieren. Als Beispiel nennt sie die geplante Erneuerung der Leitstelle an einem gemeinsamen Standort mit der Stadt Düsseldorf.

Weitere Schwerpunkte für 2027 sind nach Angaben des Kreises Schulbaumaßnahmen sowie Bevölkerungsschutz, Kreisleitstelle, Gefahrenabwehr und Jugendamt. Der Haushalt soll am 9. Dezember eingebracht werden. Danach beraten Ausschüsse und Fraktionen über den Entwurf, bevor der Kreistag voraussichtlich am 17. März 2027 darüber entscheidet.

Artikel teilen:

Quellen & Infos

Verantwortung

Redaktionell verantwortlich
Konrad Mayer

Die Google-Cookie-Einstellungen sind noch nicht verfügbar. Ein Browser-Schutz kann das Laden verhindern. Ohne Zustimmung werden keine Google-Anzeigen freigegeben.

Datenschutz