Esskastanie im Volkspark Merkstein bleibt vital

Die mehrere hundert Jahre alte Esskastanie im Volkspark Merkstein hat den trockenen Sommer gut überstanden. Nach einer Kontrolle sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Von Redaktion LK Städteregion Aachen1 Min. Lesezeit

Die Esskastanie im Volkspark Merkstein hat den trockenen Sommer gut überstanden. Bei einer Naturdenkmalkontrolle wurde der mehrere hundert Jahre alte Baum auf Verkehrssicherheit und Schädlingsbefall überprüft. Weitere Maßnahmen sind nach der Kontrolle nicht erforderlich.

Ein Team entfernte mit Unterstützung von Mitarbeitenden der Lebenshilfe Aachen Totholz und Äste, die Spaziergängerinnen und Spaziergänger gefährden könnten. Für die Kontrolle der Baumkrone kamen Fachkräfte mit einem Hubsteiger auf einer 30 Meter hohen Arbeitsbühne hinauf.

Der Schwefelporling setzt der Kastanie seit mehreren Jahren zu. Der Pilz befällt das Kernholz und verursacht Holzfäule. Die Fachleute beobachten, wie weit diese fortschreitet. Abgestorbenes Holz bleibt zugleich ökologisch wertvoll: Es bietet unter anderem Käfern, Vögeln und Fledermäusen Lebensraum.

Die Esskastanie steht seit 1959 auf der Naturdenkmalliste. Sie gehörte ursprünglich zu einer Zweiergruppe; der zweite Baum wurde in den 1970er Jahren gefällt. In der StädteRegion Aachen werden aktuell rund 200 Naturdenkmale kontrolliert, darunter einzelne Bäume, eine Allee mit mehr als 70 Bäumen und geschützte Waldbereiche.

Naturdenkmale sind besonders geschützte Einzelschöpfungen der Natur. Eigentümer dürfen an ihnen nur Maßnahmen vornehmen, wenn eine unmittelbar drohende Gefahr besteht oder die Arbeiten zuvor mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt wurden.

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