Wasserpflanzen am Kurparksee für ein stabiles Gewässerökosystem

Am großen Kurparksee in Bad Salzuflen wird derzeit an ausgewählten Stellen Wasserpflanzung eingesetzt, um einem zunehmenden Algenbewuchs auf natürliche Weise entgegenzuwirken. Die Maßnahme erfolgt im Auftrag der Stadtverwaltung und wird vom Umweltzentrum Heerser Mühle umgesetzt.
Nach Angaben der Stadt soll die Bepflanzung dazu beitragen, das biologische Gleichgewicht im Gewässer zu stabilisieren. Hintergrund ist, dass das Wasser im Kurparksee sauber ist und dadurch viel Sonnenlicht ungefiltert ins Gewässer gelangt, was das Wachstum von Algen begünstigen kann.
Natürliche Maßnahme zur Verbesserung der Gewässerökologie
„Unser gemeinsames Ziel ist es, dem zunehmenden Algenbewuchs auf natürliche Weise entgegenzuwirken und gleichzeitig die ökologische Qualität des Gewässers zu stärken“, erklärt Jan Feldmeier, Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Bad Salzuflen.
Nach dem Einsetzen der Wasserpflanzen sollen diese im Laufe ihres Entwicklungsstadiums dazu beitragen, den Nährstoffhaushalt im Gewässer langfristig zu beeinflussen und den Algenbewuchs zu reduzieren. Zugleich bieten sie Lebens- und Rückzugsräume für zahlreiche Kleintiere und tragen damit zu einer vielfältigeren Gewässerökologie bei.
„Mit der Pflanzung setzen wir auf eine möglichst naturnahe Maßnahme, die sowohl der Gewässerökologie als auch dem Erscheinungsbild des Kurparksees zugutekommt“, sagt Feldmeier weiter. Die Entwicklung der Pflanzenbestände und des Algenbewuchses solle beobachtet werden, um die zukünftige Wirksamkeit beurteilen zu können.
Pflanzung an geeigneten Standorten
Die Anpflanzung erfolgt bewusst nicht flächendeckend, sondern an ausgewählten Standorten mit geeigneten Bedingungen für die Pflanzenentwicklung. Das erläutert Ulrich Kaminsky, Geschäftsführer des Umweltzentrums Heerser Mühle. Bei der Auswahl der Setzorte und der eingesetzten Bepflanzung würden die natürlichen Bedingungen des Kurparksees berücksichtigt, damit sich die Pflanzen möglichst gut etablieren und einen stabilen Bestand entwickeln können.
„Damit schaffen wir nicht nur Konkurrenz für Algen, sondern fördern gleichzeitig Lebensräume für etliche Wasserorganismen und leisten einen Beitrag zu einer naturnahen Entwicklung des Gewässers“, so Kaminsky.