Bonn beteiligt sich am Warntag: Probealarm und Test der Warnsignale
Am 10. September 2026 werden ab 11 Uhr im Stadtgebiet die 57 Sirenen überprüft und Warnkonzepte vorgestellt – mit Hinweisen zu Warn-Apps, Website und Radio-Durchsagen.
Die Bundesstadt Bonn beteiligt sich am bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September 2026. Um 11 Uhr werden dabei im gesamten Stadtgebiet verschiedene Warnkonzepte getestet. Nach Angaben der Stadt überprüft die Berufsfeuerwehr unter anderem die 57 Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit. Zugleich soll die Aktion den Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung der Warnsignale in Erinnerung rufen.
Sirenen werden im Stadtgebiet getestet
Beim Probealarm ertönt zunächst eine Minute lang ein ununterbrochener Heulton, der im Ernstfall für „Entwarnung“ steht. Nach einer fünfminütigen Pause folgt ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Dieses Signal weist im Ernstfall auf eine Gefahrenlage hin. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause ertönt erneut der gleichbleibende Ton für „Entwarnung“.
Ausführliche Informationen zur Bedeutung der Sirenensignale stellt die Stadt unter www.bonn.de/warnung bereit.
Hinweise für den Ernstfall
Wenn das Signal „Warnung“ ertönt, sollen sich Menschen über Warn-Apps, auf der städtischen Internetseite www.bonn.de oder über die Durchsagen von Radio Bonn/Rhein-Sieg informieren und die dort genannten Handlungsempfehlungen beachten. Außerdem empfiehlt die Stadt, auf mögliche Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr zu achten sowie Familien, Freunde und die Nachbarschaft zu informieren.
Weitere Warnsysteme im Test
Neben den Sirenen werden am Warntag weitere Systeme getestet. Dazu gehören das Cell Broadcast System und die Warn-App „NINA“ des Bundes. Beide Systeme werden zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe getestet.
Wer die Warn-App „NINA“ installiert hat, erhält die Probe-Warnmeldung für den eingestellten Ort oder den aktuellen Standort direkt auf dem Smartphone. Im Ernstfall zeigen Warn-Apps den Gefahrenbereich an, geben konkrete Handlungsanweisungen und liefern regelmäßige Aktualisierungen.
Cell Broadcast informiert alle Nutzerinnen und Nutzer in einem Gebiet per SMS über eine Gefahr. Zusätzlich ertönt ein lauter Signalton. Eine zusätzliche App ist dafür nicht erforderlich. Die Stadt weist darauf hin, dass nicht alle Handys und Smartphones Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen können, da vor allem ältere Geräte technisch oft nicht dazu in der Lage sind. Auch gerätespezifische Einstellungen und die Betriebssysteme der Hersteller sind zu beachten. Weitere technische Informationen stellt das BBK unter bbk.bund.de/cellbroadcast zur Verfügung.
Anzeigen auf Werbemedien, im Radio und im Internet
Während des Probealarms werden auch digitale Werbemedien im Stadtgebiet Warn- und Entwarnmeldungen anzeigen. Genannt werden die Cityscreens in den Innenstädten von Bonn und Bad Godesberg, große digitale Werbetafeln an Straßen sowie die Videoanzeigen in den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof und Bad Godesberg Bahnhof.
Die Feuerwehr testet außerdem die Direkt-Durchsagemöglichkeit im Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg. Dabei kommt es zu einer Unterbrechung des Radioprogramms, um Informationsdurchsagen der Feuerwehr zu senden. Zusätzlich informiert die Stadt Bonn während des Probealarms über eine Pop-up-Meldung auf der städtischen Homepage www.bonn.de.
WhatsApp-Kanal der Feuerwehr
Auch der WhatsApp-Kanal von Feuerwehr und Rettungsdienst der Bundesstadt Bonn wird am Warntag getestet. Der Kanal trägt den Namen „Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn“ und ist unter https://wa.me/message/PIPJCJS3N5QPG1 erreichbar. Nach Angaben der Stadt bietet er das ganze Jahr über die Möglichkeit, sich niedrigschwellig über größere Einsätze oder Schadensereignisse zu informieren und vor möglichen Auswirkungen gewarnt zu werden.
Hintergrund zum Warntag
Die Stadt Bonn erprobt ihre Warnsirenen bislang zweimal pro Jahr jeweils samstags. Der Warnerlass des NRW-Innenministeriums legt die halbjährlichen Proben fest. Mit dem bundesweiten Warntag im Herbst wird das Konzept auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und Informationen sowie Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen kann.
Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag finden sich unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag.
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