Bonn erinnert mit Konzert und Gedenkfeier an die Novemberpogrome
Mit einem Konzert und einer anschließenden Gedenkfeier wird in Bonn an die Novemberpogrome und die Verbrechen an jüdischen Menschen erinnert. Die Initiative zum Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialismus lädt gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn und der Synagogengemeinde Bonn am Dienstag, 10. November 2026, dazu ein.
Konzert im Opernfoyer
Das Konzert beginnt um 16 Uhr im Foyer des Opernhauses, Am Boeslegarerhof 1. Einlass ist ab 15.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Sopranistin Valerie Haunz und der Gitarrist Christian Kiefer tragen den Liederzyklus „Seidenkoffer“ von Leon Zmelty nach Gedichten von Rose Ausländer vor. Wegen der begrenzten Sitzplatzkapazität wird empfohlen, frühzeitig vor Ort zu sein.
Gedenkfeier am Mahnmal
Ab 17 Uhr folgt die öffentliche Gedenkfeier am Synagogen-Mahnmal am Moses-Hess-Ufer. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Guido Déus spricht Jakov Barasch, Vorsitzender der Synagogengemeinde Bonn. Die Teilnahme an der Gedenkfeier ist unabhängig vom Konzert möglich.
Am Vormittag des 10. November 1938 wurden die Synagogen in Bonn, Poppelsdorf, Beuel, Bad Godesberg und Mehlem in Brand gesetzt. Die Novemberpogrome markierten einen weiteren Schritt der systematischen Verfolgung und Entrechtung jüdischer Menschen im nationalsozialistischen Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster. Die Veranstaltung erinnert an die jüdische Gemeinde Bonn vor 1941 und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus sowie für Solidarität mit den heute in Bonn lebenden jüdischen Menschen.
Weitere Informationen stehen auf der Webseite der Stadt Bonnexterner Link, öffnet ein neues Fenster.