Bonn installiert 65 Sensoren für aktuelle Klimadaten
Ein neues Netz aus 65 Klimasensoren soll in Bonn fortlaufend die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit erfassen. Die Messwerte machen die thermische Situation an den jeweiligen Standorten in Echtzeit sichtbar.
Derzeit sind 36 Messpunkte in Betrieb. Die übrigen Sensoren sollen schrittweise installiert werden; bis Ende 2026 soll das vollständige Netz stehen. Ein Schwerpunkt liegt auf rund zehn sogenannten Hitze-Hotspots, die in der Stadtklimaanalyse als besonders wärmebelastet eingestuft wurden.
Weitere 55 Sensoren werden an „Kühlen Orten“ eingerichtet. Dazu gehören öffentliche Grünflächen und andere Bereiche, die laut Stadtklimaanalyse vergleichsweise klimatisch angenehm sind. Die Messwerte sollen Bürgerinnen und Bürgern helfen, an heißen Tagen kühlere Aufenthaltsorte zu finden.
Die Daten fließen in die Urban Data Platform der Stadt ein. Standorte und aktuelle Temperaturwerte sind im Geoportal unter bonn.de/bonner-klimaexterner Link, öffnet ein neues Fenster einsehbar. Ein Dashboard ermöglicht außerdem, Messwerte rückwirkend auszuwerten und Tagesverläufe sowie längerfristige Entwicklungen an den Standorten zu verfolgen.
Das Messnetz ergänzt die Bonner Stadtklimaanalyse. Diese beruht auf Modellrechnungen und betrachtet beispielhaft die klimatische Situation am 21. Juni, dem Tag mit der höchsten Sonneneinstrahlung des Jahres. Die Analyse bewertet unter anderem thermische Belastungen sowie räumliche Strukturen wie Hitzeinseln und Kaltluftbereiche.