Bonn pflanzt im Winter 53 neue Bäume in der Rheinaue

Bonn pflanzt 53 Bäume an der Rheinaue, darunter 45 Krim-Linden am Glockenhügel. Die Pflanzarbeiten sollen je nach Witterung etwa drei Monate dauern.

Von Redaktion Bonn2 Min. Lesezeit

Die Stadt Bonn pflanzt in den kommenden Wintermonaten 53 Bäume im Bereich des Glockenhügels und auf angrenzenden Flächen der Rheinaue. Die vorbereitenden Arbeiten begannen am Montag, 2. November 2026. Je nach Witterung sollen die Pflanzarbeiten etwa drei Monate dauern.

Krim-Linden für den Glockenhügel

Auf dem Glockenhügel nahe des Parkplatzes am Herbert-Wehner-Platz stehen von den ursprünglich zahlreichen Rotblühenden Kastanien noch sechs. Die meisten Bäume mussten wegen des sogenannten Kastaniensterbens entfernt werden. Auch die verbliebenen Kastanien zeigen erste Krankheitssymptome. Sie sollen so lange erhalten bleiben, wie ihre Verkehrssicherheit gewährleistet ist.

Der Erreger „Pseudomonas syringae“ kann über Jahre in Wurzelresten im Boden überdauern und sich durch Wind und Regen verbreiten. Deshalb ist eine Neupflanzung von Kastanien an dieser Stelle nicht sinnvoll. An den ehemaligen Kastanienstandorten pflanzt das Amt für Umwelt und Stadtgrün 45 Krim-Linden. Die Auswahl wurde mit Gottfried Hansjakob, dem Landschaftsarchitekten und Urheber der Rheinaue, abgestimmt. Falls die verbliebenen sechs Kastanien künftig entfernt werden müssen, sollen auch sie durch Krim-Linden ersetzt werden. Die Krim-Linde gilt als hitzeresistent und trockenheitsverträglich.

Weitere Ersatzpflanzungen und Blütenbänder

Auf den angrenzenden Flächen wird am Fuß des Hügels eine Blaue Atlas-Zeder gepflanzt. Außerdem werden zwei Linden, zwei Tulpenbäume, eine Hänge-Weide, ein Gemeiner Judasbaum und eine Nelkenkirsche ersetzt. In diesen Fällen erfolgt die Nachpflanzung jeweils mit derselben Baumart.

Für die Baumpflanzungen investiert die Stadt rund 110.000 Euro. Der Auftrag umfasst neben den Pflanzungen die Vorbereitung der Standorte mit speziellem Baumsubstrat sowie die Pflege und Bewässerung der jungen Bäume durch das beauftragte Unternehmen für fünf Jahre. Die Bäume werden mit Blick auf das Jubiläum „50 Jahre Rheinaue“ im Jahr 2029 gepflanzt. Bis dahin sollen sie gut angewachsen sein und erste sichtbare Zuwächse zeigen.

Auch für Blütenflächen hat die Stadt Blumenzwiebeln bestellt: Die Bestellung erfolgte bereits im Sommer, im Oktober wurden die Zwiebeln auf rund 3.000 Quadratmetern gesetzt. Entlang der Wege zwischen Südbrücke, Rheinauensee, Restaurant und Kaskade entstanden mehrere zwei bis drei Meter breite Blütenbänder. Pro Quadratmeter wurden rund 150 Blumenzwiebeln gepflanzt, vor allem verschiedene Krokusarten, Scilla und Schneeglöckchen in blauen und weißen Farbtönen. Die früh blühenden Pflanzen ziehen ihre Blätter anschließend rasch ein. So können die Flächen ab Anfang Mai gemäht und für Veranstaltungen genutzt werden.

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