Kostenfreie Veranstaltungen in Düsseldorfs Stadtbüchereien vom 2. bis 8. November

Von Vorträgen zu Liebe, Kolonialgeschichte und Cannabis bis zu Film, Lesungen und Krimi-Lyrik: Die Stadtbüchereien Düsseldorf bieten von Montag, 2. November, bis Sonntag, 8. November 2026, mehrere kostenfreie Veranstaltungen an. Die Termine verteilen sich auf die Zentralbibliothek und Stadtteilbüchereien. Für einzelne Angebote ist eine Anmeldung erforderlich oder erwünscht.
Vorträge in der Zentralbibliothek
Am Montag, 2. November, beginnt um 18 Uhr im Stadtfenster der Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, der deutschsprachige Vortrag „Ferire per amare – verletzen, um zu lieben“. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Palermo. Das performative Kunstprojekt beleuchtet romantische Beziehungen im Spannungsfeld sizilianischer Kultur. Schülerinnen und Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums begleiten den Vortrag musikalisch. Referentin ist Allegra Piergallini. Die Veranstaltung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft e. V. Düsseldorf wird von der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stadtsparkasse Düsseldorf unterstützt.
Am Dienstag, 3. November, folgt um 18 Uhr im Stadtfenster der Vortrag „Einführung in die Düsseldorfer Kolonialgeschichte“. Im Mittelpunkt stehen die Gründung eines der ersten deutschen Kolonialvereine im Jahr 1881 in der alten Tonhalle und die Rolle des „Westdeutschen Vereins für Kolonisation und Export“. Der Verein verband Exportinteressen mit kolonialen Zielen; Vertreter aus Industrie und Handel setzten sich für den Erwerb von Kolonialbesitz ein. Lukas Sievert von der Forschungsstelle Düsseldorfer Kolonialgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zeichnet diese Entwicklung nach. Der Vortrag gehört zur Bürgeruniversität der Universität.
Das „Forum Seelische Gesundheit“ ist eine monatliche Reihe, die jeweils am ersten Mittwoch im Monat stattfindet. Sie widmet sich psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen und bietet Raum für Austausch und Gespräche. Am Mittwoch, 4. November, geht es um 17.30 Uhr im Stadtfenster der Zentralbibliothek um „Cannabislegalisierung auf dem Prüfstand“. Anhand erster Ergebnisse des Forschungsprojekts EKOCAN werden unter anderem die Erfahrungen junger Konsumierender im Alter von 14 bis 24 Jahren sowie Fragen zu Prävention, Suchthilfe und Gesundheitsschutz beleuchtet. Referentin ist Paula Steinhoff vom Universitätsklinikum Düsseldorf.
Film, Betrugsprävention und Lesungen am Mittwoch
In der Stadtteilbücherei Bilk, Friedrichstraße 127, informiert die Verbraucherzentrale NRW e. V. am Mittwoch, 4. November, um 17.30 Uhr über „Phishing und Finanzbetrug“. Der Vortrag behandelt gefälschte Nachrichten und digitale Betrugsmaschen, etwa per E-Mail, SMS oder QR-Code, sowie Warnsignale bei Anlagebetrug. Referent ist Falko Ruhnke, Leiter der Beratungsstelle Düsseldorf. Um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0211-8999290.
Um 18.30 Uhr zeigt die Zentralbibliothek in ihrer Herzkammer den Film „Die Liebe frisst das Leben – Tobias Gruben“ von Oliver Schwabe. Der 90-minütige Film aus dem Jahr 2019 zeichnet die unvollendete Musikerkarriere Tobias Grubens nach. Gruben starb kurz vor dem kommerziellen Durchbruch an einer Überdosis. Interviews, teils unveröffentlichte Musik und Briefe geben Einblick in das Leben des Musikers und den Kampf seines Sohnes um die Anerkennung des Vaters. Im Anschluss ist ein Gespräch vorgesehen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Düsseldorf statt.
In der Stadtteilbücherei Derendorf, Blücherstraße 10, beginnt am Mittwoch um 19 Uhr „Alles hört auf Tells Kommando“. Thomas Hover und Dirk Thoms haben Schillers „Wilhelm Tell“ als szenische Lesung und Live-Hörspiel mit Musik neu inszeniert. Die Aufführung dauert 90 Minuten. Hover lässt die Geschichte in einer pointenreichen Fassung lebendig werden; dazu kommen live gesungene, neu arrangierte Schlager. Dirk Thoms begleitet ihn am Klavier und setzt mit Trommeln, Kinderspielzeug und Küchenutensilien weitere musikalische Akzente. Eine Anmeldung ist erforderlich: per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0211-8924108.
Ebenfalls um 19 Uhr lädt die Stadtteilbücherei Kaiserswerth, Kaiserswerther Markt 22, unter dem Titel „Von stimmig bis grimmig“ zu einem Gedichtabend mit Peter Pfister ein. Der Autor veröffentlichte die dreibändige Gedichtreihe „zeitleben“, „zweitleben“ und „drittens.“. 2025 erschien sein Werk „Kurz gegrimmt - verdichtete Märchen“. Um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0211-8994110.
Krimi-Nachmittag am Sonntag
Am Sonntag, 8. November, stellen sich ab 16 Uhr im Reallabor der Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, die Autoren Jan Michaelis, Ralf Buchholz und Jean Lassalle dem Publikum. Petra Lötschert übernimmt die Moderation und trägt Krimi-Lyrik vor. Die Veranstaltung wird von den Rhein-Autoren organisiert.
Alle genannten Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine Übersicht über weitere Termine bietet der Veranstaltungskalender der Stadtbüchereien Düsseldorf.