Duisburg fordert stärkere Senkung der LVR-Umlage für 2027

Duisburg fordert gemeinsam mit den Stadtspitzen und Finanzverantwortlichen der kreisfreien Mitgliedsstädte des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), die Landschaftsumlage für 2027 stärker zu senken als bislang vorgesehen. Der gemeinsame Appell richtet sich an die Fraktionen und Gruppen der Landschaftsversammlung Rheinland.
Die Städte begrüßen bereits eingeleitete Schritte zur Begrenzung der Umlage, halten diese angesichts ihrer angespannten Haushaltslage aber für nicht ausreichend. Sie verlangen, Verbesserungen bei den Umlagegrundlagen vollständig an die Mitgliedsstädte weiterzugeben. Zugleich solle der LVR stärker sparen, etwa indem er Aufgaben und Standards überprüft, freiwillige Leistungen kritisch betrachtet und Verwaltungsabläufe effizienter gestaltet.
Steigende Sozialausgaben, zusätzliche gesetzliche Aufgaben und höhere Personalkosten belasteten die kommunalen Haushalte, heißt es in der Mitteilung der Stadt Duisburg. Gleichzeitig müssten die Städte weiter in Schulen, Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz investieren. Eine niedrigere Umlage würde ihre finanziellen Spielräume unmittelbar vergrößern.
Duisburgs Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack erklärt: „Die Städte stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Viele Kommunen verzeichnen Rekorddefizite und müssen gleichzeitig massive Zukunftsinvestitionen stemmen. Deshalb erwarten wir, dass alle verfügbaren Spielräume genutzt werden, um die Belastungen der Mitgliedskörperschaften zu reduzieren. Jede Absenkung der Landschaftsumlage stärkt unmittelbar die kommunale Handlungsfähigkeit vor Ort.“
Die Landschaftsumlage ist die wichtigste Einnahmequelle des LVR und zählt zu den größten Ausgabenposten der Mitgliedsstädte und Kreise. Ihre Höhe hängt unter anderem vom festgelegten Umlagesatz ab.