Gelsenkirchen stellt Spezialgesundheitsbericht „Hitze und Gesundheit“ vor
Der Bericht beschreibt gefährdete Bevölkerungsgruppen sowie Maßnahmen wie den „Hitzeaktionsplan 65+“ und ein Hitzetelefon.
Bericht „Hitze und Gesundheit“: Gelsenkirchen stellt sich auf zunehmende Hitzebelastung ein
Heiße Tage und langanhaltende Hitzeperioden gehören nach Angaben der Stadt Gelsenkirchen zunehmend zum Alltag. Der jetzt vorliegende Spezialgesundheitsbericht „Hitze und Gesundheit“ des Referates Gesundheit zeigt die Entwicklung der Hitzebelastung auf, beschreibt besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen und gibt einen Überblick über bestehende und geplante Maßnahmen zum Schutz vor gesundheitlichen Folgen von Hitze.
Die im Bericht zusammengetragenen Daten belegen, dass die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitzeereignisse in der jüngeren Vergangenheit gestiegen ist und aller Voraussicht nach weiter zunehmen wird. Hitzeperioden werden damit nicht nur häufiger, sondern können auch intensiver und länger andauernd auftreten. Besonders relevant sind dabei neben hohen Temperaturen am Tag auch sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt und der Körper sich nachts nur unzureichend erholen kann.
Seit den 2000er Jahren liegen die Jahresdurchschnittstemperaturen auch in Gelsenkirchen nahezu durchgehend über dem langfristigen Mittelwert. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Jahre mit deutlich mehr als durchschnittlich fünf heißen Tagen zu.
Marvin Schröder, Leiter des Referates Gesundheit der Stadt Gelsenkirchen, betont, Hitze sei längst nicht mehr nur eine Frage des persönlichen Wohlbefindens, sondern eine ernstzunehmende gesundheitliche Herausforderung. Der Gesundheitsschutz müsse deshalb ein fester Bestandteil der kommunalen Klimaanpassung sein.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Schwangere. Auch Menschen mit wenig Geld, ohne Wohnung oder obdach können Hitze häufig weniger gut ausweichen oder sich vor ihr schützen. In Gelsenkirchen leben nach Angaben der Stadt mehr als 55.000 Menschen im Alter von 65 Jahren und älter, darunter mehr als 15.700 Menschen ab 80 Jahren, die es besonders zu schützen gilt.
Ein Schwerpunkt der Hitzeaktionsplanung liegt derzeit auf der Entwicklung eines „Hitzeaktionsplans 65+“ für ältere Menschen. Im Projekt „Gesundheit im Quartier (GEsiQ)“ werden außerdem unter anderem Unterstützungsstrukturen, ein Hitzetelefon und „kühle“ Spaziergänge in den Stadtteilen Schalke und Bulmke-Hüllen erprobt und weiterentwickelt.
Der Bericht nennt zudem zahlreiche Möglichkeiten, gesundheitlichen Folgen von Hitze entgegenzuwirken. Dazu gehören Informationen und Sensibilisierung, Vorträge, Materialien und persönliche Ansprache. Auch Handlungsempfehlungen mit Bezug zu Hitzewarnungen oder zum richtigen Kühlen eigener Räumlichkeiten können helfen, ebenso wie umfangreichere Maßnahmen in Gebäuden sowie langfristige Veränderungen in Stadtplanung und Bauwesen.
In Gelsenkirchen gibt es bereits unter anderem Informationskampagnen, zielgruppenspezifische Angebote, Trinkwasserbrunnen und Refill-Stationen sowie Maßnahmen zum Ausbau und zur Optimierung von Stadtgrün. Auch Begrünung, Baumbestand, Entsiegelung und temporäre Maßnahmen wie Pergolabänke spielen eine grundlegende Rolle bei der Hitzeanpassung der Stadt.
Der Spezialgesundheitsbericht versteht sich nach Angaben der Stadt nicht als Abschluss, sondern als wichtige Grundlage für die weitere Arbeit am gesundheitsbezogenen Hitzeschutz. Der vollständige Bericht steht unter dem Navigationspunkt „Gesundheitskonferenz“ unter www.gelsenkirchen.de/gesundheit zum Abruf bereit.
Einchecken, auschecken, losfahren
Die VHS Gelsenkirchen informiert über eezy.NRW und die Mutti-App. Wie das System funktioniert und wie sich die Mutti-App dafür einrichten lässt, zeigt eine Informationsveranstaltung am Mittwoch, 30. September 2026, von 10 bis 11.30 Uhr in der aGEnda 21, Von-Oven-Straße 19.
Unter Anleitung erfahrener Mitarbeitender der BOGESTRA installieren die Teilnehmenden gemeinsam die Mutti-App, richten ein persönliches Konto ein und probieren das Ein- und Auschecken direkt vor Ort aus. Dabei wird auch erläutert, wie die Fahrt automatisch abgerechnet wird. Der Preis richtet sich bei eezy.NRW transparent nach den Luftlinienkilometern zwischen Start- und Zielhaltestelle. Weitere Themen sind die möglichen Zahlungsmethoden sowie Datenschutz und Datensicherheit. Auch für den Fall, dass etwas nicht funktioniert, gibt es praktische Hinweise.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für moderne digitale Mobilitätsangebote interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein eigenes Smartphone sollte mitgebracht werden. Die Teilnahme ist entgeltfrei, eine vorherige Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de mit der Kursnummer 8028C ist erforderlich.
Blitzer am Montag
Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Montag, 21. September 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: Grillostraße, Endemannstraße, Am Bachlauf, Mentzelstraße, Stickernstraße und Ekhofstraße. Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.
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