Familie Bartels schenkt historischen Nachlass an Stadtarchiv Gütersloh
Der Familiennachlass Bartels ist dauerhaft in den Besitz der Stadt Gütersloh übergegangen. Dr. Liselotte Winzer und Dr. Kai Bartels haben den Bestand dem Stadtarchiv geschenkt und zusätzlich 3.000 Euro für die fachgerechte Verpackung, Aufarbeitung und Digitalisierung bereitgestellt.
Die Unterlagen wurden über Generationen in der Familie aufbewahrt und weitergegeben. 1996 hatte die Familie den Bestand dem Stadtarchiv zunächst als Leihgabe überlassen. Den Grundstein für das Familienarchiv legte Ferdinand Bartels (1834–1905), ein Gütersloher Kaufmann und Firmeninhaber.
Dokumente zur Familien- und Stadtgeschichte
Der Nachlass zeichnet die Geschichte einer bürgerlichen Familie nach, die das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben Güterslohs über Generationen mitprägte. Dazu gehört die Seidenweberei Bartels, die Ferdinand Bartels und sein Bruder Wilhelm Burkhard (1818–1892) gründeten. Der Bestand umfasst Briefwechsel, Fotografien, Manuskripte und Erinnerungen. Bei der Übergabe fand Liselotte Winzer weitere Unterlagen aus dem Familienbesitz und ergänzte damit das Archiv.
Archivleiterin Julia Kuklik sieht in der Schenkung eine verlässliche Grundlage für die Erschließung und langfristige Sicherung des Nachlasses. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Dokumente für die historische Forschung zugänglich sein, auch digital.
Nachlass als Grundlage für ein Familientreffen
Die Schenkenden planen ein Familientreffen. Da die Nachkommen heute über alle Kontinente verteilt leben, soll der im Stadtarchiv bewahrte Nachlass dabei als historische Grundlage dienen und die gemeinsamen familiären Wurzeln sichtbar machen. Zugleich bleibt er als Quelle für die Geschichte Güterslohs erhalten.
Weitere historische Unterlagen anbieten
Das Stadtarchiv lädt Privatpersonen sowie Vereine, Verbände, Initiativen und kulturelle Einrichtungen ein, Dokumente mit lokalgeschichtlichem Bezug zur Archivierung anzubieten. Informationen zu Abläufen, Bewertung und langfristiger Sicherung gibt es bei Julia Kuklik unter [email protected] oder telefonisch unter 05241 / 82-2302.