Herzogenrath beziffert Umweltkosten auf 70,3 Millionen Euro pro Jahr
In Herzogenrath entstehen nach einer neuen Ökobilanz jedes Jahr knapp 70,3 Millionen Euro an sogenannten Umweltkosten. Gemeint sind gesellschaftliche Folgekosten, etwa durch Gesundheitsschäden, Ernteausfälle, klimabedingte Sachschäden oder Belastungen von Ökosystemen.
Die Stadt ließ als erste mittelgroße Kommune in Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster ein „City Life Cycle Assessment“ erstellen. Die Analyse betrachtet acht Wirkungskategorien und soll zeigen, wo Umweltwirkungen entstehen und wie ihnen entgegengewirkt werden kann. Mehr als ein Drittel der ermittelten Kosten entfällt jeweils auf den Transport- und den Energiesektor; knapp 20 Prozent gehen auf industrielle Prozesse zurück. Besonders ins Gewicht fallen laut Mitteilung der private Pkw-Verkehr sowie das Heizen mit Öl und Gas.
Strategie und geplante Maßnahmen
Auf Grundlage der Analyse hat der Klima- und Umweltschutzausschuss der Stadt eine Klima- und Umweltstrategie mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket verabschiedet. Die Kommune muss das gesetzliche Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erfüllen. Die Stadtverwaltung hat sich darüber hinaus selbst verpflichtet, bis 2030 klimaneutral zu werden.
Zu den priorisierten Vorhaben gehören der Ausbau der Ladeinfrastruktur, kommunale Abfallvermeidung und ein Ausbau der Energieberatung. Die Stadt stellt außerdem Informationen, ein Umwelt-Dashboard und praktische Tipps zu Mobilität, Energie und umweltbewusstem Handeln auf herzogenrathklima.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster bereit.
Bürgerinnen und Bürger können sich einbringen
Die Verwaltung kündigt Infoveranstaltungen zur Strategie, Workshops zu Schwerpunktthemen und weitere Dialogformate an. Termine dazu nennt die Mitteilung nicht. Fragen und Anliegen zur Klima- und Umweltschutzstrategie nimmt Thomas Herff, Abteilungsleiter der zuständigen Abteilung, telefonisch unter 02406 83-361 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.