Hilden: GIS-Auswertung der Altersstruktur im Umfeld von Spielplätzen grundsätzlich möglich

Die Verwaltung verweist auf Daten aus 42 statistischen Bezirken, hohen Zeit- und Personalaufwand sowie datenschutzbedingte Überschneidungen; eine aktuelle Übersichtskarte für sämtliche Spielplätze liegt nicht vor

Die Stadt Hilden hält eine GIS-gestützte Auswertung der Altersstruktur im Umfeld einzelner Spielplätze grundsätzlich für machbar, sieht dabei aber deutliche Grenzen. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage „GIS-gestützte Darstellung der Altersstruktur im Umfeld von Spielplätzen“ hervor, die die SPD-Fraktion am 26. August 2026 gestellt hatte.

Die Antwort der Verwaltung trägt das Datum 24.09.2026 und die Anfrage-Nr. 063-26. Die Auskunft erteilte Sebastian Schmitt.

Vorhandene Daten passen nicht direkt zu einzelnen Spielplätzen

Nach Angaben der Verwaltung gibt es für Hilden 42 statistische Bezirke mit Bevölkerungs- und Altersstrukturdaten. Diese räumlichen Einheiten deckten sich jedoch nicht mit den Flächen der Kinderspielplätze. Die vorhandene Einwohnerstatistik lasse sich zwar nach Altersgruppen sortieren, eine präzise Zuordnung zu einzelnen Spielplätzen sei damit aber nicht ohne Weiteres möglich.

Technisch möglich, aber mit Einschränkungen

Eine räumliche Darstellung der Altersstruktur im Umfeld einzelner Spielplätze bewertet die Verwaltung technisch als möglich, verweist jedoch auf einen sehr hohen Zeit- und Personalaufwand. Hinzu kommen datenschutzrechtliche Grenzen. In einigen Bereichen Hildens müssten Daten so stark zusammengefasst werden, dass sich Einzugsgebiete mehrerer Spielplätze überlagern würden. Dadurch seien Ungenauigkeiten zu erwarten.

Auch die Frage, wie viele Kinder verschiedener Altersgruppen im jeweiligen Einzugsbereich eines Spielplatzes leben, beantwortet die Verwaltung im Grundsatz mit Ja. Diese Aussage gelte jedoch nur unter der genannten Einschränkung durch die notwendige Datenschutz-Clusterung und mögliche Überschneidungen.

Feste Radien aus Sicht der Verwaltung nur eingeschränkt aussagekräftig

Eine Auswertung mit festen Radien oder räumlichen Quadranten hält die Verwaltung für wenig belastbar. Als Gründe nennt sie die jeweilige Spielplatzkategorie, das umliegende Spielplatzangebot sowie die Grenzen der statistischen Bezirke. Eine solche Abgrenzung wäre aus ihrer Sicht daher nur eingeschränkt aussagekräftig.

Keine aktuelle Übersichtskarte vorhanden

Eine Übersichtskarte oder ein GIS-basiertes Kartenmaterial für sämtliche Spielplätze in Hilden wäre laut Verwaltung zwar grundsätzlich möglich. Auch dafür wären aber zusätzlicher hoher personeller und zeitlicher Aufwand nötig. Den Nutzen einer solchen fortlaufend zu aktualisierenden Darstellung bewertet die Verwaltung für die Spielplatzplanung als eher fraglich.

Eine aktuelle Auswertung dieser Art liegt nach Angaben der Stadt derzeit nicht vor.

Verwaltung verweist auf bisherige Planungspraxis

In ihrer Antwort beschreibt die Verwaltung außerdem, wie Spielplätze derzeit geplant und weiterentwickelt werden. Demnach werden die Anlagen regelmäßig im Hinblick auf Verkehrssicherheit, Zustand, Ausstattung und Nutzung überprüft. Bei Grunderneuerungen würden die umliegende Altersstruktur sowie Bedarfe etwa von Tageseltern, Kitas und Schulen herangezogen, abgeleitet aus dem jeweiligen statistischen Bezirk.

Berücksichtigt würden dabei nicht nur demografische Daten, sondern auch die Bedürfnisse von Kindern, Familien und weiteren Nutzergruppen. Die Verwaltung kommt deshalb zu dem Schluss, dass eine zusätzliche GIS-gestützte Visualisierung zwar möglich wäre, für den Planungsprozess aber keinen nachweisbaren zusätzlichen Nutzen bringe.

Ansprechpartner zur Anfrage

Für Rückfragen zur Anfrage nennt die Stadt Sebastian Schmitt, Telefon 02103 – 72 – 1403, E-Mail [email protected].

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