Hilden setzt bei Veranstaltungen auf Einzelfallentscheidungen zum Hitzeschutz

Hilden plant keine festen Hitzeschwellen für Veranstaltungen. Über Schutzmaßnahmen oder Absagen soll im Einzelfall entschieden werden.

Von Redaktion Hilden1 Min. Lesezeit

Für städtische Veranstaltungen in Hilden gibt es keine verbindlichen Temperaturgrenzen, an die bestimmte Schutzmaßnahmen oder eine Absage geknüpft sind. Die Verwaltung hält eine einheitliche Richtlinie für nicht sachgerecht und plant keine verbindlichen Schwellenwerte in das Hitzeschutzkonzept aufzunehmen.

Stattdessen soll im Einzelfall entschieden werden. Dabei spielen laut der Antwort auf eine Anfrage der SPD unter anderem Warnungen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, Art und Ort der Veranstaltung sowie die Zusammensetzung des Publikums eine Rolle. Besonders berücksichtigt werden sollen gefährdete Gruppen wie Kinder und ältere Menschen. Auch Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Wind und die Dauer einer Hitzeperiode können relevant sein.

Je nach Situation kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage, etwa eine Verlegung der Uhrzeit, Wasser und Schattenplätze, eine Anpassung des Programms, Einschränkungen oder eine Absage. Zuständig ist die jeweilige Organisationseinheit beziehungsweise der Veranstalter. Das gilt laut Verwaltung auch für Vereine, Verbände und Träger, die Veranstaltungen in eigener Verantwortung durchführen. Die Stadt bietet Veranstaltern bei Bedarf Beratung an und verweist auf DWD-Hitzewarnungen sowie allgemeine Hinweise zum Hitzeschutz.

Als mögliche Orientierung nennt die Verwaltung allgemeine Informationen und eine Checkliste mit Schutzmaßnahmen für Veranstaltende. Diese könnten im Rahmen der Sensibilisierungsmaßnahmen des Hitzeaktionsplans aufgenommen werden, würden aber keine Entscheidung im Einzelfall vorwegnehmen.

In einem früheren Bericht schilderten wir die gestuften Hitzeschutzmaßnahmen in Hildener Kindertagesstättenexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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