Grundstein für neues Jülicher Rathaus enthüllt

In Jülich ist der Grundstein für das neue Rathaus enthüllt worden. Die symbolische Feier fand nicht auf der eigentlichen Baustelle statt, sondern im benachbarten BrainCube im Brainergy Park. Dort kamen Politik, Verwaltung, Fachplaner, Baubeteiligte und weitere Projektpartner zusammen, um den Auftakt des Vorhabens zu markieren.
Projektleiterin Hanna Jeworowski von der Stadtentwicklungsgesellschaft begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Bürgermeister Axel Fuchs ließ sein Grußwort von seinem Ersten Allgemeinen Vertreter Richard Schumacher überbringen. Darin wurde der Neubau als seit langem überfälliges Projekt beschrieben. Als Gründe nannte die Stadt unter anderem problematische Arbeitsbedingungen im bisherigen Rathaus, darunter Heizungsausfälle, Asbestbelastung und Schwermetalle im Leitungswasser. Ein Starkregenereignis, bei dem Wasser durch einen Stromkasten lief, wurde als besonders kritischer Moment genannt.
Neue Arbeitsplätze und neue Struktur
Richard Schumacher ordnete das neue Rathaus als „Ankerpunkt für die Zukunft unserer Stadtverwaltung“ ein. Die Verwaltung soll digitaler, nachhaltiger und effizienter arbeiten. Gleichzeitig bleibt ein bürgernaher Teil der Dienstleistungen später in der Innenstadt erreichbar; dafür ist die Unterbringung im dann energetisch sanierten Kopfbau des heutigen Neuen Rathauses am Schwanenteich vorgesehen.
Jan Weisel, Geschäftsführer der Generalunternehmung VALERES, beschrieb das Baukonzept mit dem Ansatz: „Von innen nach außen denken ist unser Ansatz“. Die Stadt sei von Beginn an eingebunden worden. Das Gebäude soll funktionale Abläufe unterstützen und zugleich eine sichtbare Verbindung zu Jülich herstellen, unter anderem durch eine Fassade, die mit vor- und zurückspringenden Teilen wiederholt ein „J“ bildet.
Symbolischer Grundstein und Zeitplan
Auch Martin Jungmann von der Stadtentwicklungsgesellschaft setzte persönliche Akzente. Auf einer Karte hielt er fünf Wünsche für den Grundstein fest, darunter „Starke Fundamente“ und „jederzeit mindestens eine Handbreit Demokratie unter dem Sockel“. Der rund 130 Kilogramm schwere Grundstein wurde anschließend gemeinsam enthüllt und soll an der tatsächlichen Baustelle verbaut werden.
Für das Projekt nennt die Stadt bereits einen konkreten Zeitrahmen: Die Fertigstellung des Rohbaus wird für März 2027 angestrebt, der Umzug der Verwaltung ist in etwa zwei Jahren geplant. Das neue Rathaus soll nach diesem Verständnis nicht nur ein Gebäude werden, sondern ein Ort für eine moderne Verwaltung, an dem Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Mitarbeitende willkommen sind.