Mobilstation Kleve gewinnt Bundeswettbewerb

Kleves Mobilstation am Bahnhof erhält im Bundeswettbewerb 5.000 Euro Preisgeld. Sie verknüpft Fahrrad, Bus und Bahn mit weiteren Verkehrsangeboten.

Von Redaktion Kleve1 Min. Lesezeit
Symbolische Führerscheinkarte und Autoschlüssel auf einem sonnigen Holztisch; ein Auto steht unscharf im Hintergrund.

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Die Mobilstation am Bahnhof Kleve ist im Bundeswettbewerb „Anschlüsse gestalten. Mobil in ländlichen Räumen“ ausgezeichnet worden. Das Projekt erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro. Radverkehr, Bus und Bahn werden dort mit Carsharing, Taxen, Park-and-Ride und weiteren Angeboten verknüpft.

Die Auszeichnung nahm Kleves Radverkehrsbeauftragte Pascale van Koeverden am 14. Oktober 2026 in Bonn entgegen. Der Wettbewerb des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung würdigt insgesamt 20 Projekte. Sie sollen zeigen, wie Bahnhöfe in ländlichen Räumen besser mit verschiedenen Verkehrsangeboten verbunden werden können, damit verlässliche Reiseketten auch ohne eigenes Auto möglich sind.

Radstation als Kernstück

Hinter dem Klever Bahnhof bietet die Radstation 100 sichere, witterungsgeschützte und videoüberwachte Fahrradstellplätze. Hinzu kommen digitale Buchungsmöglichkeiten, ein Reparaturservice, Schließfächer mit Ladefunktion für Fahrradakkus sowie kostenlos ausleihbare Spezialräder.

Betrieben wird die Radstation vom Berufsbildungszentrum Kreis Kleve e. V. Umschülerinnen und Umschüler bieten im Fahrradgeschäft „Drehmoment“ unter fachlicher Anleitung Service rund ums Fahrrad an. Bürgermeister Markus Dahmen sagte: „Mit der Mobilstation schaffen wir einen Bahnhof, an dem verschiedene Wege selbstverständlich zusammenpassen. Wer mit dem Fahrrad zum Zug fährt, soll sein Rad sicher abstellen und unkompliziert weiterreisen können. Mit dem kostenlosen Verleih von Lastenrädern und einem Rollstuhl-E-Lastenrad erweitern wir zudem die Möglichkeiten für eine flexible und möglichst barrierearme Mobilität.“

Die Stadt Kleve setzte das Projekt gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der NIAG und weiteren Partnern um. Der VRR unterstützte es finanziell und fachlich. Die Radstation wurde mit Eigenmitteln der Stadt sowie über Förderprogramme des VRR, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Informationen zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projekten gibt es auf mobilikon.de.

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