Kulturpreis 2026 der Stadt Lünen geht an Matthias Schwengler

Der Kulturpreis 2026 der Stadt Lünen geht an den Jazzmusiker, Komponisten und Bandleader Matthias Schwengler. Das hat die Jury unter Vorsitz von Horst Müller-Baß entschieden. Bekanntgegeben wurde die Entscheidung am 29. September im Ausschuss für Bildung, Kultur, Europa und Städtepartnerschaften.
Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt einen Künstler aus Lünen, der sich nach Einschätzung der Jury durch musikalische Qualität, stilistische Bandbreite und internationale Präsenz einen festen Platz in der Jazzszene erarbeitet hat.
Verwurzelung in Lünen, Auftritte weit über die Region hinaus
Schwengler wurde 1986 in Lünen geboren und erhielt seine musikalische Grundausbildung an der Musikschule der Stadt Lünen. Später studierte er an mehreren Hochschulen und Ausbildungsstätten, darunter die Hochschule für Musik und Tanz Köln, das Conservatorium van Amsterdam, die Hochschule Osnabrück und die Folkwang Universität der Künste in Essen. Von 2009 bis 2011 war er Mitglied im Bundesjazzorchester.
Besondere Aufmerksamkeit erlangte er mit dem 2015 gegründeten Trio Soulcrane. Zu seinen weiteren Projekten zählen das Matthias Schwengler Sextet und Soulcrane+Strings. Nach Angaben der Stadt verantwortet er Konzeption, Organisation und Produktion seiner Veröffentlichungen vielfach selbst.
Schwengler ist regelmäßig auf nationalen und internationalen Bühnen zu hören. Gastspiele führten ihn unter anderem in osteuropäische Länder, in die USA und in die Elfenbeinküste. In seiner bisherigen Laufbahn veröffentlichte er fünf Alben. Außerdem arbeitete er mit Musikerpersönlichkeiten wie Tom Harrell, Jeff Hamilton, Don Menza, Jerry Bergonzi und Peter Herbolzheimer zusammen. Regelmäßig tritt er auch mit der WDR Big Band auf und wirkte zudem an Projekten aus dem Popbereich mit.
Jury hebt Offenheit und Innovationskraft hervor
Besonders betont die Jury Schwenglers offene und vielseitige Auffassung von Jazz. In seinen Kompositionen und Projekten verbindet er Einflüsse aus verschiedenen musikalischen Traditionen, etwa vom Balkan, aus Lateinamerika oder aus der arabischen Musik. Mit seiner Beschäftigung mit der Viertelton-Trompete setzt er nach Einschätzung der Jury zudem innovative Impulse.
Die Verleihung des Kulturpreises 2026 soll zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Feierstunde der Stadt Lünen stattfinden. Einen Kulturförderpreis vergab die Jury für das Jahr 2026 nicht.