Lünen zieht positive Bilanz zum Warntag und untersucht den Ausfall
Stadt prüft Ursache eines nicht ausgelösten Sirenensystems und bittet um Rückmeldungen zur Lautstärke der Signale
Die Stadt Lünen zieht nach der ersten Auswertung des bundesweiten Warntags eine überwiegend positive Bilanz. Von den aktuell 29 Sirenenanlagen im Stadtgebiet haben bis auf eine Anlage im Stadtteil Alstedde alle Sirenen ordnungsgemäß ausgelöst. Die Ursache für den Ausfall wird derzeit untersucht und soll schnellstmöglich behoben werden.
Im Stadtgebiet waren insgesamt fünf Sirenen zu hören. Vorgesehen war beim bundesweiten Warntag eine festgelegte Abfolge von Sirenensignalen zur Warnung der Bevölkerung. Die zentrale Auslösung erfolgte durch die ständig besetzte Leitstelle des Kreises Unna. Dabei wurden systembedingt drei Dauertöne übertragen.
Um die geplanten Tonfolgen zur Warnung der Bevölkerung zu testen, entschied sich die Feuerwehr Lünen zudem dazu, das vorgehaltene Redundanzsystem zu prüfen. Beim vergangenen NRW-Warntag hatte dieses System nach Angaben der Stadt nicht funktioniert, sodass damals keine Sirene im Stadtgebiet ausgelöst hatte. Deshalb waren in Lünen diesmal zusätzlich ein auf- und abschwellender Warnton sowie ein einminütiger Dauerton als Entwarnung zu hören. Mit der nun erfolgreich durchgeführten Probe konnte die Stadt die Funktionsfähigkeit des alternativen Auslösewegs bestätigen.
„Für uns stand in diesem Jahr insbesondere die Überprüfung des Redundanzsystems im Mittelpunkt“, erklärt Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr Lünen. Innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters von 45 Minuten sei damit nicht nur die Sirenenalarmierung über die Leitstelle des Kreises Unna getestet, sondern auch das Redundanzsystem der Feuerwehr Lünen erfolgreich erprobt worden. Dadurch könne die Stadt sicher sein, dass die Warninfrastruktur in Lünen funktioniert und die Stadt für den Ernstfall gut vorbereitet ist.
Einzelne Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben laut Stadt gezeigt, dass die Sirenensignale in einigen Stadtteilen teilweise als zu leise wahrgenommen wurden. Die Feuerwehr Lünen bittet Bürgerinnen und Bürger deshalb, entsprechende Beobachtungen per E-Mail an [email protected] zu melden. Die Hinweise sollen dabei helfen, die Wirksamkeit des Warnsystems weiter zu verbessern.
Zudem weist die Stadt Lünen darauf hin, dass wirksamer Bevölkerungsschutz auf einem sogenannten Warnmix basiert. Neben Sirenen kommen dabei unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps sowie Informationen über Radio, Fernsehen und digitale Medien zum Einsatz. Ebenso wichtig ist die persönliche Weitergabe von Warnungen im eigenen Umfeld. Wer eine Warnung wahrnimmt, sollte daher auch Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder andere Personen im persönlichen Umfeld informieren.
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