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Lünen zieht positive Zwischenbilanz zu erweiterten KOD-Dienstzeiten

Seit Mitte Juli ist der Kommunale Ordnungsdienst auch in Abend- und Nachtstunden im Einsatz – erste acht Wochen mit 89 Einsätzen

Von Redaktion Lünen11.09.26, 17:46

Die Stadt Lünen zieht nach acht Wochen eine positive Zwischenbilanz zu den erweiterten Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Seit Mitte Juli ist der KOD auch in den Abend- und Nachtstunden im Einsatz. Nach Angaben der Stadt stärken die längeren Einsatzzeiten die Präsenz an bekannten Beschwerdeschwerpunkten, ermöglichen ein schnelleres Einschreiten bei Störungen und schaffen zusätzliche Kapazitäten für präventive Kontrollen.

Einsatzzeiten und Schwerpunkte

Der KOD ist montags bis donnerstags bis 23 Uhr sowie freitags und samstags bis 1 Uhr im Einsatz. Kontrolliert werden vor allem Orte, an denen es in den Abendstunden häufiger zu Beschwerden und Konflikten kommt. Dazu zählen der Seepark, der Cappenberger See, Schulhöfe, Spielplätze sowie Bereiche in Brambauer, Gahmen und Lünen-Süd.

89 Einsätze wegen Ruhestörungen und Belästigungen

In den ersten acht Wochen bearbeitete der KOD 89 Einsätze aufgrund gemeldeter Ruhestörungen und Belästigungen. Dabei ging es unter anderem um größere Feiern und laute Personengruppen im öffentlichen Raum. Ein Teil der Einsätze wurde von der Polizei an den KOD übermittelt. In den dokumentierten Fällen gingen nach dem Einschreiten keine weiteren Meldungen zu denselben Störungen ein.

Jugendschutz, öffentliche Flächen und Gefährdungslagen

Ein weiterer Schwerpunkt lag nach Darstellung der Stadt im Jugendschutz sowie in der Kontrolle öffentlicher Flächen. Der KOD sprach Personen bei Verstößen gegen geltende Regeln auf Spielplätzen an, stellte nicht verkehrsfähige Einweg-E-Zigaretten sicher und informierte in einzelnen Fällen Erziehungsberechtigte. Bei Verdacht auf Straftaten oder wenn weitergehende Maßnahmen erforderlich waren, wurde die Polizei hinzugezogen.

Die Einsatzkräfte griffen außerdem bei unerlaubten Feuern in Grünanlagen, möglichen Sachbeschädigungen und eskalierenden Konflikten im öffentlichen Raum ein. Sie erteilten unter anderem Platzverweise und leiteten bei festgestellten Verstößen Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Auch in akuten Krisen- und Gefährdungslagen leistete der KOD Unterstützung: In 15 Fällen begleiteten die Einsatzkräfte Menschen in eine Fachklinik.

Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Matthias Bork, Fachbereichsleiter Ordnung, wertet die Bilanz der ersten acht Wochen als konkreten Mehrwert der erweiterten Dienstzeiten. Die Beschäftigten seien dort präsent, wo viele Menschen ihre Freizeit im öffentlichen Raum verbringen und besonders viele Einsatzanlässe entstehen. Dabei gehe es nicht nur um Kontrollen, sondern häufig auch um unmittelbare Hilfe, präventive Präsenz und das gemeinsame Lösen von Problemen.

Die sichtbare Präsenz des KOD am Abend und in der Nacht werde in Rückmeldungen aus der Bevölkerung häufig positiv bewertet.

Erreichbarkeit

Der KOD ist während seiner Dienstzeiten derzeit noch nicht über eine eigene öffentliche Rufnummer erreichbar. Die Stadt prüft nach eigenen Angaben die organisatorischen und personellen Voraussetzungen für eine verbesserte direkte Erreichbarkeit. Bei akuten Gefahrensituationen ist weiterhin die Polizei unter der Rufnummer 110 zu verständigen.

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Lünen zieht positive Zwischenbilanz zu erweiterten KOD-Dienstzeiten
Lünen zieht positive Zwischenbilanz zu erweiterten KOD-DienstzeitenFoto: luenen.de

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